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Kategorie: Akku-Kettensägen

Vergleichstest: Sieben Akku-Kettensägen aus drei Spannungsklassen im Vergleich


Erstaunlich leistungsfähig

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Auch wenn es machomäßig klingt, ich mag Kettensägen. Das sind echte Männergeräte, insbesondere wenn sie mit starken Benzinmotoren bestückt sind. Das macht Lärm und es fliegen Späne, echt klasse! Und dann das hier – Akku-Kettensägen, muss das sein? Aber wie so oft im Leben hat sich der Test dann in eine Richtung entwickelt, die ich nicht erwartet hatte.

Zum Test eingeladen haben wir Maschinen aus drei gängigen Spannungsklassen. 18 – 24 V, vertreten durch die Marken Einhell und Ryobi, 36 – 40 V, mit Greenworks, Ikra und Redback, und 48 – 56 V mit Maschinen von und Ego und Stiga. Diese höchste Spannungsklasse ist erst seit wenigen Jahren im Handel und so viel vorweg: „Das Zeug hat Potenzial“. Allen Sägen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie mit den System-Akkus der jeweiligen Hersteller betrieben werden. So kann der Anwender zum „kleinen“ Akku greifen und damit das Maschinengewicht gering halten, wenn nur ein paar Schnitte gemacht werden müssen. Soll aber Kaminholz gemacht werden, ist der Griff zum „großen“ Akku angeraten. Im Test haben wir darauf verzichtet, festzustellen, wie viele Schnitte mit einer Akkuladung möglich sind. Der Grund dafür ist einfach, denn diese Zahl ist sowohl von der Holzart als auch vom Druck, den der Anwender ausübt, abhängig. Außerdem sind die lieferbaren Akku-Kapazitäten der einzelnen Hersteller unterschiedlich, so dass ein Vergleich gar nicht möglich ist.

Die Technik

Die Kombination von Brushless-Motoren und Lithium-Ionen-Akkus hat sich schon in anderen Maschinenkategorien als ausgesprochen leistungsstark präsentiert. So wundert es nicht, wenn mit Ausnahme der Einhell-Säge alle Testgeräte mit dieser Antriebstechnik aufwarten. Allerdings zeigt ein Blick auf die Preisschilder auch, dass neue Technik ihren Preis hat. Die Kettenspannung lässt sich bei allen Maschinen ohne Werkzeug korrigieren. Das System mit zwei Einstellrädern, eins zum Klemmen des Schwertes und dem eigentlichen Einsteller, findet bei allen Fabrikaten Anwendung. Es gibt aber verschiedene Variationen. In der Praxis funktioniert das bei allen Sägen gut. Die Sägen werden mit Schwertlängen von gut 20 cm bis zu 40 cm geliefert. In der Testtabelle fi nden Sie die effektiv nutzbare Länge des Schwertes, denn die liegt in der Regel ca. 5 cm unterhalb der Nennlänge. 

Sicherheit

Alle Sägen haben eine mechanische Einschaltsperre, zwei sogar noch einen zusätzlichen Schalter, der gedrückt werden muss, bevor der Gasgriff funktioniert. So wird ungewolltes Einschalten wirksam verhindert. Natürlich gibt es wie bei den benzinbetriebenen Brüdern vor dem Griffbügel einen Handschutz, der bei blockierender Kette auch die Kettenbremse auslöst. Herstellerseitig sind die Sägen also recht sicher. Wir möchten aber nicht darauf verzichten, auf die persönliche Verantwortung des Anwenders hinzuweisen. Auch wenn es sich bei den Testgeräten „nur“ um Akku- Kettensägen handelt, die mit relativ geringen Kettengeschwindigkeiten arbeiten, hat die menschliche Haut auch diesen Ketten nichts entgegenzusetzen. Deshalb ist das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) ein absolutes „Muss“.

So testen wir

Um vergleichbare Ergebnisse zu ermitteln, haben wir zahlreiche Sägeproben mit Balkenmaterial 100 x 100 mm durchgeführt. Darüber hinaus mussten sich die Sägen durch mehrere Jahre abgelagertes und bereits gespaltenes Kaminholz arbeiten. Dieses hatte eine Stärke zwischen 150 und 200 mm. Zum Schluss haben wir die Sägen noch im Garteneinsatz beim Astschnitt getestet. Die Bewertung von Ausstattung und Bedienung vervollständigt den Testumfang. Die Preisangaben sind für alle Sägen ohne Akku und Ladegerät. So werden die Sägen auch von allen Herstellern angeboten, denn diese gehen genau wie wir davon aus, dass der Käufer einer Akku-Kettensäge bereits Maschinen aus der Akku-Familie besitzt.

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Jörg Ueltgesforth
Autor Jörg Ueltgesforth
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Datum 19.10.2017, 13:22 Uhr
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