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Kategorie: Stationäre Maschinen

Einzeltest: Dremel DigiLab 3D45


3D-Drucker 3D45 von Dremel

Stationäre Maschinen Dremel DigiLab 3D45 im Test, Bild 1
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Mit dem 3D-Drucker DigiLab 3D45 haben wir diesmal ein Gerät von Dremel im Test, das über einen temperierbaren Drucktisch verfügt. Dieses Ausstattungsmerkmal findet sich sonst nur in der teuren Profiliga. 

Die bekannte Marke Dremel ist Teil des Bosch-Konzerns, mit Sitz in den Niederlanden. Früher war Dremel bekannt für seine Mini-Multitools, die wir auch schon in vielen Tests vorgestellt haben.     

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Ausstattung


Der 3D45 ist der große Bruder des 3D40 Flex, den wir in der Ausgabe 4/2019 der HEIMWERKER PRAXIS getestet haben. Großer Bruder bedeutet in diesem Fall, dass die Abmessungen gleich sind. Das Gewicht ist mit fast 20 Kilogramm deutlich höher als das des 3D40 Flex. Dies ist ein Hinweis darauf, dass es im Inneren mehr zu entdecken gibt. Schon ein Blick auf die technischen Daten zeigt die Unterschiede auf. Der 3D45 besitzt 8 GB internen Speicher (im Gegensatz zu 4 GB des 3D40) Seine Stromaufnahme kann bis zu 2,4 A erreichen, der Grund hierfür ist, dass dieser Drucker einen heizbaren Tisch besitzt. Die Tischgröße und die damit verbundene maximale Baugröße sind mit 255 mm x 170 mm gleich, genauso die Bauhöhe von 155 mm. Die Filamentrolle wird an der linken Seite des Druckers eingelegt. Von da aus führt ein Röhrchen in die obere Ecke des Innenraums.

Stationäre Maschinen Dremel DigiLab 3D45 im Test, Bild 2Stationäre Maschinen Dremel DigiLab 3D45 im Test, Bild 3Stationäre Maschinen Dremel DigiLab 3D45 im Test, Bild 4Stationäre Maschinen Dremel DigiLab 3D45 im Test, Bild 5Stationäre Maschinen Dremel DigiLab 3D45 im Test, Bild 6
Ab hier wird das Filament frei durch die Luft zum Druckkopf geführt. Fährt der Druckkopf ganz in die linke Ecke, kann es bei älteren spröden Filamenten zu Brüchen kommen. Das Filamentfach wird durch einen Deckel verschlossen. So wird dafür Sorge getragen dass sich ein Mikroklima bilden kann, was sich positiv auf das Druckergebnis auswirkt. Der Drucktisch des 3D45 ist transparent und wird von unten beheizt.     

Vor dem Druck


Zuerst müssen die Druckdaten vorbereitet werden. Unabhängig ob es sich um fertig heruntergeladene oder selbst erstellte Objekte handelt, alle müssen für den Drucker vorbereitet (übersetzt werden). Hierfür gehört die Dremel-Digilab-3D-Slicing- Software für Windows und Mac OS X zum Lieferumfang. Ihre Bedienung ist selbsterklärend und kann spielerisch erlernt werden, indem man verschiedene Einstellungen ausprobiert. Besonders die Vorschau ist sehr hilfreich, hier kann abgeschätzt werden, ob der Druck erfolgreich sein kann. Sind die Daten aufbereitet, kann es schon fast losgehen. Beim ersten Druck wird die Tischausrichtung von der Maschine überprüft und dem Anwender ggf. Anweisungen zur Verstellung der Stellschrauben am Tisch gegeben, bis die Werte stimmen. Die Zeiten, in denen mit einem Blatt Papier unter dem Druckkopf vom Anwender entschieden werden musste, ob der Druck des Kopfes beim Herausziehen des Blattes ein saugendes Gefühl hinterlässt, sind zum Glück vorbei. Die Maschine kann jederzeit die Werte überprüfen. Dies empfiehlt sich vor allem nach einem Transport oder längerer Lagerung des Gerätes. Ist der Drucker richtig vorbereitet, also mit Filament versehen und schon einmal grundsätzlich kalibriert, geht alles ganz schnell. Die Daten per Kabel oder USBStick bereitstellen, auf dem Touchscreen auswählen, das war’s. Ein Wort noch zur Druckvorbereitung: Damit das Druckobjekt gut am Tisch haftet und sich später gut ablösen lässt, empfiehlt Dremel, den Tisch vor dem Druck mit dem beiliegenden Klebestift einzureiben. Erwähnenswert ist auch noch der Filamentwechsel. Der 3D45 ist in der Lage, die verschiedenen Standardfilamente selbstständig beim Einführen zu erkennen und wählt die richtige Temperatur des Druckkopfes. Diese kann natürlich jederzeit vom Anwender angepasst werden, je nach zu druckendem Objekt.     

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Drucken


Jetzt beginnt der Druck. Als Erstes fährt der Drucker den Tisch hoch und überprüft mithilfe eines Fühlers, ob die Kalibrierung noch stimmt. Ist alles okay, beginnt die Aufwärmphase. Hat der Druckkopf seine Arbeitstemperatur erreicht, beginnt der Druck. Dabei zeigt der Drucker im Display die verbleibende Zeit an. Je nach Filament sollte bei diesem Drucker noch die Tischtemperatur eingestellt werden.     

Nach dem Druck


Sobald der Druck abgeschlossen ist, fährt der Drucker den Tisch herunter, und das Objekt kann mitsamt der Tischplatte entnommen werden. Gerade bei größeren Objekten fällt sofort auf, dass es kaum Verzug gibt. Normalerweise hebt sich durch thermische Spannungen in Inneren des Objektes immer eine Ecke leicht an, dies wird bei diesem Drucker durch den geheizten Tisch gut unterbunden. Jetzt braucht das gedruckte Objekt nur noch vorsichtig mit dem zum Lieferumfang gehörenden Spachtel von Tisch gelöst zu werden, fertig!

Fazit

Der Dremel DigiLab 3D45 ist ein hervorragender 3D-Drucker, der mit seinem temperierbaren Tisch sehr gute Ergebnisse liefert. Allerdings hat er wie sein kleiner Bruder ein Problem mit der Abschätzung der Druckdauer, auch bei ihm wird diese deutlich zu kurz angegeben.

Preis: um 1400 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Stationäre Maschinen

Dremel DigiLab 3D45

Oberklasse

4.5 von 5 Sternen

09/2019 - Dipl.-Ing. Olaf Thelen

Bewertung 
Funktion 50%

Bedienung 30%

Ausstattung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Dremel, Breda 
Mail Dremel.DigiLab@bosch.com 
Internet www.dremel.com 
Technische Daten
Nennspannung 240 V 
Stromaufnahme 0,85 – 2,3 A 
Abmessungen (B x H x T in mm) 515/406/304 
Gewicht 19,4 kg 
Anschlussmöglichkeiten USB-Stick, -port, WLAN 
Software Dremel 3D-Software 
Unterstützte Datenformate .stl, .obj 
Bauraum (B x H x T) 255 x 155 x 170 mm 
Schichtauflösung 0,5 mm 
+ geschlossener Bauraum / automatische Kalibrierung 
- Zeitfaktor ungenau 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung gut – sehr gut 
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Dipl.-Ing. Olaf Thelen
Autor Dipl.-Ing. Olaf Thelen
Kontakt E-Mail
Datum 30.09.2019, 09:01 Uhr
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