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Kategorie: Akku-Schrauber

Einzeltest: Milwaukee M18 FDD


Ein Ami macht ernst

Akku-Schrauber Milwaukee M18 FDD im Test, Bild 1
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Das politische Verhältnis zwischen den USA und China war nie ein leichtes – und es wird in Zukunft wohl nicht einfacher werden. Wirtschaftlich klappt die Zusammenarbeit aber offensichtlich bestens – wie der Akkubohrschrauber Milwaukee M18 FDD beweist.

Die amerikanische Marke Milwaukee ist in Deutschland nicht so bekannt – obwohl die Firma bereits 1924 in einem Vorort von – genau – Milwaukee gegründet wurde und seitdem zu den Branchenführern unter den Herstellern von professionellen Elektrowerkzeugen zählt. Inzwischen gehört die Marke der chinesischen Firmengruppe Techtronic Industries (TTI), zu der auch Namen wie die Heimwerkermarke Ryobi oder die ursprünglich deutsche Werkzeugsparte der AEG gehören. Zusammen mit weiteren Marken ist TTI einer der Global Player unter den Herstellern von Elektrowerkzeugen. Wobei unter der Marke Milwaukee die Spitzenprodukte von TTI angeboten werden, die sich an professionelle Anwender richten.

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Ausstattung


Dass der Milwaukee M18 FDD ein Profi - Produkt ist, zeigt schon die Ausstattung. Der 18-Volt-Motor ist eine moderne, bürstenlose Konstruktion. Das hat den Vorteil, dass man auch bei intensivem Gebrauch niemals Kohlebürsten austauschen muss. Darüber hinaus bauen bürstenlose Motoren kompakter als Motoren mit konventionellem Aufbau und sie sind leichter zu kühlen. So kommt es, dass der M18 FDD zwar sicher nicht klein ist, angesichts seiner Leistung – er bietet ein maximales Drehmoment von bis zu 135 Nm! – ist er jedoch erstaunlich kompakt. Das Getriebe sitzt in einem Metallgehäuse, im ersten Gang dreht die Maschine bis 550 U/min, im zweiten bis 2000 U/min. Das Einhand-Bohrfutter besteht komplett aus Metall und bietet einen Spannbereich bis 13 mm. Geschickt ist, dass es neben dem Drehmomentring einen separaten Einstellring zum Bohren mit oder ohne Drehmomentbegrenzung gibt. Angesicht des maximalen Drehmoments ist der beiliegende, lange Zusatzhandgriff ein nützliches Zubehör.

Akku-Schrauber Milwaukee M18 FDD im Test, Bild 2Akku-Schrauber Milwaukee M18 FDD im Test, Bild 3Akku-Schrauber Milwaukee M18 FDD im Test, Bild 4Akku-Schrauber Milwaukee M18 FDD im Test, Bild 5
Zum Lieferumfang des Sets (M18 FDD- 502X) gehören zwei Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von je 5 Ah sowie ein Universal-Schnellladegerät, das auch andere Akku-Typen des aktuellen Milwaukee-Programms lädt. Das Ganze kommt in einer Milwaukee-HD-Box. Wer bereits Akkus und Ladegerät hat, kann die Maschine auch einzeln ohne weiteres Zubehör kaufen und spart Geld. Die zwei 5-Ah-Akkus schlagen preislich ordentlich ins Kontor, können aber eben auch für die anderen Geräte des 18-V-Fuel-Systems von Milwaukee verwendet werden.

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Praxis


Die samt Akku 2,5 kg schwere Maschine liegt ausgewogen in der Hand. Die gummierten Griffflächen bieten auch feuchten oder öligen Händen einen sicheren Griff. Insgesamt ist die Ergonomie gelungen. Pluspunkte gibt es für den zusätzlichen Ring hinter dem Ring der Drehmomentbegrenzung, mit dem sich die Drehmomentbegrenzung zum Schrauben zügig ein- bzw. zum Bohren ausschalten lässt. Kritik gibt es für die oberhalb des Schalters angebrachte Bohrstellenbeleuchtung. Hier liegt die Bohrstelle selber oft im Schatten der Maschine bzw. des Bohrfutters. Abzüge in der B-Note gibt es dafür, dass die Entriegelungsknöpfe für den Akku exakt das gleiche Rot haben wie das Maschinengehäuse und damit nicht intuitiv zu finden sind. Bei der Arbeit ist Kritik dieser Art dann sofort vergessen. Durch unsere Standard-Testverfahren ließ sich die Maschine nicht an ihre Grenzen bringen. Dass das nicht allein an der Betriebsspannung liegt, sondern wesentlich an der Technik der Maschine, zeigte ein 18-Volt-Akku-Bohrschrauber der Einstiegsklasse, der parallel zum Test anstand. Während sich das Einstiegsklasse-Gerät bei unseren Bohrtests mit einem 10 mm Bohrer in Weichholz quälte und nach 5 Testbohrungen in Folge durch starke Geruchsentwicklung eine Pause zum Abkühlen einforderte, zeigte der Milwaukee auch nach 20 Bohrungen mit einem 30-mm-Bohrer im selben Balken nicht die Spur von Anstrengung. Diverse 13-mm-Löcher in eine 20-mm-Stahlplatte zu bohren ließen den Milwaukee ebenso kalt wie Reihenbohrungen mit einem 12-mm-Steinbohrer in Kalksandstein. Selbst als Rührwerk ließ sich der Milwaukee M18 FDD bei kleineren Mengen (Fliesenkleber im 10-Liter-Eimer) effektiv einsetzen. Unsere Schraubtests ließen die Maschine ebenso unbeeindruckt und auf das praktische Austesten der Akkukapazität anhand der ein- und ausgedrehten Schrauben haben wir im Hinblick darauf, dass das vermutlich eine Nachtschicht erfordert hätte, verzichtet.

Fazit

Auch wenn Milwaukee bei uns nicht so bekannt ist, technologisch und leistungsmäßig gehört der amerikanisch-chinesische M18 FDD zur Weltspitze der Akku-Bohrschrauber.

Preis: um 560 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Milwaukee M18 FDD

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Schrauben: 30%

Bohren: 30%

Bedienung: 20%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Tecronic Industries, Hilden 
Preis: um 560 Euro 
Hotline: 02103 9600 
Internet de.milwaukeetool.eu 
Technische Daten:
Akkuspannung: 18 V 
Kapazität: 5 Ah Li-Io 
Ladezeit: 60 min 
Leerlaufdrehzahl 1 / 2 Gang: 550 / 2000 min-1 
Spannweite Bohrfutter: 13 mm 
Gewicht: 2,5 kg 
Max. Bohrdurchmesser:
Stahl: 13 mm 
Holz: 45 mm 
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Autor Dr. Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 01.05.2017, 09:01 Uhr
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