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Kategorie: Hand-Kreissägen Netzbetrieb

Einzeltest: AGP C14


Diamant-Handsäge für Nass- und Trockenschnitt von AGP

Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 1
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Bis vor kurzem war uns die Marke AGP noch unbekannt. Doch ein Besuch in Bochum genügt uns, um mit Sicherheit sagen zu können, dass wir uns diese Marke merken müssen, wenn es um das Bohren oder Schneiden von Stein-Werkstoffen geht. Für einen ersten Test haben wir gleich den Steinschneider C14 „eingepackt“.

Im Programm von AGP ist der Steinschneider C14 eine der kleineren Maschinen. Richtig interessant wird es, wenn man die Mitarbeiter auf Kernbohrmaschinen anspricht. Hier sind Maschinen mit Bohrdurchmessern von mehr als 100 cm nichts Besonderes. Das Mutterhaus von AGP sitzt in Taiwan. Dort werden die Maschinen auch gebaut. Man legt in Taiwan großen Wert auf die Meinung der Kollegen aus der Europazentrale in Bochum. Dabei ist man in Bochum mit Recht sehr stolz auf die Tatsache, dass es sich bei AGP-Maschinen zwar um Serienprodukte handelt, dass ein Anruf in Taiwan jedoch genügt, um spezielle Anforderungen eines Kunden in eine Einzelanfertigung einfließen zu lassen. Im brandneuen Gebäudekomplex in Bochum befinden sich neben einem Verkaufsraum für Maschinen und Zubehör auch eine Werkstatt, in der Reparatur- und Wartungsarbeiten an den Maschinen direkt von Spezialisten durchgeführt werden. Solche kurzen Wege sorgen für minimale Ausfallzeiten der Maschinen, damit der Baubetrieb nicht ins Stocken gerät. Doch wenden wir uns unserem ersten Testgerät aus dem Hause AGP zu, der Diamant- Handsäge C14.     

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Ausstattung


Für den Antrieb der 350 mm messenden Diamant-Trennscheibe sorgt ein Motor mit 2.800 Watt Aufnahmeleistung. Eine sichere Handhabung der Maschine wird durch einen stabilen, leicht abgewinkelten Griff am hinteren Maschinenteil und einen stabilen, U-förmigen Stahlbügel am Winkelgetriebe gewährleistet. Dieser Bügelgriff ist rutschsicher ummantelt. Um das Maschinengewicht in Grenzen zu halten, setzt man bei der Schutzhaube für die Trennscheibe auf extrem leichtes Magnesium. Stichwort Schutzhaube: Die Verstellung der Haube kann für jeden Arbeitswinkel in Sekundenschnelle verändert werden. Dazu muss nur der federbelastete Arretierstift zurückgezogen werden, und schon kann die Haube in die gewünschte Position geschwenkt werden. Wird der Stift dann wieder gelöst, rastet er in einer der Bohrungen an der Haube ein. Für den schnellen Scheibenwechsel verfügt die Schutzhaube über eine großzügige Aussparung, die den Zugang zur Befestigungsschraube erleichtert.

Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 2Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 3Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 4Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 5Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 6Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 7Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 8Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 9Hand-Kreissägen Netzbetrieb AGP C14 im Test, Bild 10
Die Maschine kann sowohl trocken als auch nass betrieben werden. Für den Trockeneinsatz ist ein Staubsaugeranschluss für handelsübliche Gewerbesauger gleich angebaut. Ein federbelasteter Spritzschutz sorgt dafür, dass der Anwender vor umherfliegenden Steinchen weitestgehend geschützt bleibt. Dieser Staubschutz ist nur aufgesteckt und kann in wenigen Sekunden gegen einen größeren Staubschutzschuh, der als Zubehör erhältlich ist, ausgetauscht werden. Damit erhöht sich die Staubabsaugleistung nochmals deutlich. Die ebenfalls mitgelieferte Führungsrolle erleichtert das Maschinen-Handling bei senkrechten Schnitten merklich. Die Rolle kann mit wenigen Handgriffen abgenommen werden. Für Nassschnitte verfügt die Maschine über eine integrierte Wasserzufuhr. Der stabile Messinganschluss passt auf handelsübliche Schlauchkupplungen. An der Trennscheibe ist die Wasserzuführung beidseitig ausgeführt. Das sorgt für eine gleichmäßige Schnittleistung. Natürlich verfügt die Maschine über den vorgeschriebenen Personenschutzadapter, der im 3 m langen Zuleitungskabel integriert ist.     

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Im Einsatz


Mit ihrer Softstart-Funktion läuft die Maschine langsam an. Das ist zum einen erforderlich, um das Stromnetz nicht zu überlasten, denn die Maschine lässt sich erfreulicherweise mit 230 V betreiben, zum anderen wäre ohne diese Funktion der Ruck beim Einschalten so groß, dass die Gefahr besteht, dass dem Anwender die Maschine aus den Händen gerissen wird. Im Einsatz zeigt sich dann die Power der Maschine. Wir haben einfach das Gewicht für uns arbeiten lassen und die Maschine nur in die gewünschte Richtung geführt. So war das gewünschte Ergebnis schnell und vor allem mit einer sehr sauberen Schnittfläche erreicht. Besonders beeindruckt waren wir beim Schneiden von armiertem Beton, denn die Maschine lässt sich weder von Kieseln noch von Armierungseisen in ihrem Vortrieb bremsen. Dass gerade eine Armierung durchtrennt wird, merkt der Nutzer nur daran, dass ein paar Funken anstelle des üblichen Schneidstaubs zu sehen sind. Apropos Staub – wenn die Maschine trocken eingesetzt wird, sollte ein handelsüblicher Sauger angeschlossen werden, damit werden schon gute Ergebnisse erzielt. Wer es noch sauberer haben möchte, sollte den optional erhältlichen Saugschuh erwerben. Damit verringert sich zwar die maximale Schnitttiefe um einen Zentimeter auf „nur noch“ 115 mm, dafür wird das Absaugergebnis noch besser. AGP spricht von einer Absaugung von deutlich über 90 %. Dem einen oder anderen Kollegen auf der Baustelle geht die Arbeit erfahrungsgemäß nicht schnell genug, deshalb wird die Maschine oft mit Druck geführt. Um dabei eine Überlastung von Maschine und Netz zu vermeiden, gibt es in der Nähe des Einschalters eine Kontrollleuchte. Wenn diese aufleuchtet, sollte der Anwender den Druck verringern, um die Notabschaltung der Maschine zu verhindern. Für Arbeitserleichterung sorgt die doppelte Führungsrolle, die einfach werkzeuglos an- oder abmontiert werden kann. Natürlich kann mit der Maschine auch nass geschnitten werden. Dazu wird einfach ein Wasserschlauch mit einer handelsüblichen Schlauchkupplung an die bereits integrierte Wasserführung angeschlossen. Bei der Wasserführung setzt AGP auf beidseitige Düsen an der Trennscheibe: damit ist eine gleichmäßige Kühlung der Scheibe garantiert. Zum Schluss noch ein paar interessante Details die nicht unerwähnt bleiben sollten. Bei AGP kennt man den Alltag auf der Baustelle, deshalb hat man darauf geachtet, dass Wechselteile an der Maschine möglichst unverlierbar sind. So ist beispielsweise der Befestigungsstift für den Saugschuh mit einem kleinen Drahtseil am Fuß verbunden. Umbauarbeiten z.B. für den Staubschutz lassen sich schnell und ohne Werkzeug durchführen. Auch die Arretierung für die Staubschutzhaube ist mit der federbelasteten Mechanik einfach und effektiv ausgeführt. Natürlich unterliegt eine Steinsäge wie die AGP C14 einem recht hohen Verschleiß. Eindringender Staub und hohe Last beschleunigen z.B. den Verschleiß der Kohlestifte, deshalb lassen sich diese in wenigen Minuten in Eigenleistung austauschen.

Fazit

Der erste Autritt einer Maschine der Marke AGP bei uns ist mehr als gelungen. Die Diamant-Handsäge C14 überzeugt mit praxisnaher Ausstattung und sehr guten Arbeitsleistungen. Außerdem hat der Hersteller auf Wartungsfreundlichkeit und robuste und wartungsfreundliche Bauweise Wert gelegt. Beste Voraussetzungen also für den harten Baustellen-Einsatz.

Preis: um 1150 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
AGP C14

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Funktion 60%

Bedienung 20%

Ausstattung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Agp, Bochum 
Hotline 0234 890838–0 
Internet www.agp-germany.de 
Technische Daten
Anschlussdaten 230 V /2.800 W 
Gewicht ca. 8 kg 
Trennscheibe Diamantscheibe 350 mm, Aufnahmebohrung 25,4 mm 
Max. Leerlaufdrehzahl 4.500 1/min 
Wasserführung beidseitig 
Wasseranschluss Standard-Schlauchkupplung 
Wasserzulauf mit Hahn absperrbar 
Verstellung Schutzhaube werkzeuglos 
Max. Schnitttiefe 125 mm, (115 mm mit optionaler Staubabsaugung) 
+ gute Arbeitsleistungen / fexibel einsetzbar 
- recht hohes Gewicht 
Klasse Meisterklasse 
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Jörg Ueltgesforth
Autor Jörg Ueltgesforth
Kontakt E-Mail
Datum 11.04.2019, 09:01 Uhr
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Topthema: Gut geschützt arbeiten
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