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Kategorie: Schwingschleifer, Schwingschleifer

Einzeltest: Mirka DEOS 353CV


Schwingschleifer DEOS 353CV von Mirka

Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 1
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Immer wenn man denkt, dass sich in einer bestimmten Werkzeug-Kategorie nur noch wenig tut, weil alle technischen Möglichkeiten ausgereizt scheinen, kommt einer und zeigt, dass hier doch noch Innovationen möglich sind. Bei Handschleifmaschinen ist es das finnische Unternehmen Mirka, dessen Schwingschleifer DEOS wir hier vorstellen.

Mirka ist der größte Hersteller von flexiblen Schleifmitteln in Skandinavien und einer der größten Schleifmittelhersteller weltweit. Neben Schleifmitteln bietet Mirka seit einiger Zeit auch Maschinen an – hauptsächlich elektrisch oder pneumatisch angetriebene Schleif- und Poliermaschinen sowie Absauggeräte. Damit gehören die Finnen nicht unbedingt zu den „üblichen Verdächtigen“, wenn es um elektrische Schwingschleifer geht. Dass Mirka hier allerdings ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat, zeigen schon Konzept und Ausstattung des DEOS 353CV.     

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Ausstattung


Mirka gibt für den DEOS 353CV eine Schleifteller-Größe von 81 x 133 mm an. Natürlich passen hier Schleifmittel der gängigen Größe 80 x 130 mm. Mit dem DEOS 383CV hat Mirka auch ein größeres Modell mit einer Schleifläche von 70 x 198 mm im Angebot. Um eine Besonderheit des Mirka-Schwingschleifers zu verstehen, ist es nützlich, zuerst einen Blick auf die von Mirka angebotenen Schleifmittel zu werfen. Im Gegensatz zu den meisten Herstellern, die Papier als Trägermaterial verwenden, setzt Mirka beim Abranet-Schleifmittel auf ein Polyamid-Netz, auf dem das Korund aufgebracht ist. Das Netz ist so weitmaschig, dass der anfallende Schleifstaub durch das Netz hindurch abgesaugt werden kann. Entsprechend verfügt der Schleifteller des DEOS 353CV über deutlich mehr Absaug-Öffnungen als für normales 80 x 133 mm Schleifmittel mit GL-18-Lochung notwendig ist. Natürlich hat der DEOS auch dafür passende Absaugöffnungen, sodass man ohne Weiteres andere Schleifmittel mit Kletthaftung verwenden kann. Die besonders effektive Staubabsaugung ist allerdings nur mit den Abranet-Schleifmitteln von Mirka gewährleistet.

Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 2Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 3Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 4Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 5Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 6Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 7Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 8Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 9Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 10Schwingschleifer Mirka DEOS 353CV im Test, Bild 11
Eine weitere Besonderheit des DEOS 353CV ist seine Bauform. Beim ersten Betrachten meint man automatisch, ein druckluft betriebenes Gerät vor sich zu haben. Das liegt zum einen an der sehr flachen Bauform. Das üblicherweise hoch über dem Schleifschuh aufragende Gehäuse des Elektromotors ist beim Mirka fast nicht vorhanden. Das an dieser Stelle sitzende knaufförmige Gehäuse ist beinahe noch kompakter als das, in dem üblicherweise der Druckluft antrieb sitzt. Zum anderen erinnert auch der Betätigungsschalter des DEOS an den Hebel, mit dem man bei einem Druckluftwerkzeug das Ventil betätigt. Tatsächlich handelt es sich hier um einen elektrischen Regler. Je nachdem, wie weit man den Hebel herunter drückt, steigt die Schwingzahl. Das komplette Gerät wird mithilfe modernster Digitalelektronik gesteuert. Auf der Maschinen-Oberseite gibt es einen Taster zum Einschalten, eine LED-Leiste, die den Status der Maschine anzeigt, sowie je eine „+“- und „−“-Taste, mit denen man die maximale Drehzahl vorwählen kann. Werden beide Tasten gleichzeitig gedrückt, ändert man die Funktion des Betätigungsschalters. Dieser regelt dann die Drehzahl nicht mehr in Abhängigkeit davon, wie weit man ihn hinunterdrückt, sondern lässt die Maschine bei Betätigung mit der vorgewählten Maximaldrehzahl arbeiten. Drückt man die „+“-Taste, während man den DEOS 353CV einschaltet, aktiviert man die Bluetooth-Funktion. Bluetooth? Ja, in Verbindung mit einem Smartphone/ iPhone oder Tablet/iPad, auf dem die App myMirka installiert ist, lassen sich verschiedene Parameter auslesen. Zum einen kann man sich die aktuelle Drehzahl in Form einer Tachografik anzeigen lassen, zum anderen die auftretenden Vibrationen. Dieser Aspekt ist unter dem Gesichtspunkt des Arbeitsschutzes von besonderer Bedeutung. Schließlich haben Unternehmen die EU-Richtlinie über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (Vibrationen), 2002/44/EG, zu beachten, die in Form der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrations- ArbSchV) in nationale Arbeitsschutzvorschriften umgesetzt wurde. Gerade bei der Arbeit mit Handschleifmaschinen ist eine effektive Gefährdungsbeurteilung bzw. eine entsprechende Kontrolle, ob die vorgeschriebenen Beschleunigungswerte eingehalten werden, schwierig. Besonders, da hier viel davon abhängt, wie viel Druck der Arbeiter bei der Handhabung der Maschine auf das Gerät ausübt. Die App ermöglicht zum einen die Darstellung der aktuellen Vibrationen in Form eines Rundinstrumentes. So kann jeder Arbeiter mithilfe der App ein Gefühl dafür entwickeln, wie er am besten mit dem Gerät arbeitet, um im gesunden Bereich zu bleiben. Zum anderen erlaubt es die App, die aufgetretenen Vibrationen zu protokollieren, sodass ein Arbeitgeber die über den Arbeitstag aufgetretene Vibrationsbelastung dokumentieren kann.     

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Praxis


So beeindruckend die Möglichkeiten der Vibrationsmessung sind – bei der Arbeit zählen zu allererst praktische Aspekte. Hier punktet der DEOS 353CV von Anfang an mit seinem geringen Gewicht von nur 970 Gramm. Ein weiterer Pluspunkt, der sofort ins Auge fällt, ist das mit vier Metern Länge üppig bemessene Netzkabel, das auch ohne Verlängerung einen großen Aktionsradius gewährleistet. Ist der Mirka-Schwingschleifer angeschlossen und eingeschaltet, kann man mit der Arbeit beginnen. Die Maschine läuft sanft an und entwickelt fühlbar erstaunlich wenig Vibrationen. Die Handlage ist aufgrund der kompakten Bauform ideal. Auch das Arbeitsgeräusch ist vergleichsweise leise. Der DEOS 353CV wirkt so „zahm“, dass man völlig überrascht ist, wie effektiv er arbeitet. Mirka arbeitet mit einem Schwingkreisdurchmesser von 3 Millimetern, was für einen kleinen Schwingschleifer sehr ordentlich ist. Mit dem passenden Schleifmittel bestückt, sind die Arbeitsergebnisse beeindruckend – sowohl der Abtrag bei grobem Schleifmittel wie auch die Qualität der Oberflächen mit feinem Schleifmittel. Dazu kommt, dass sich der DEOS 353CV dank seiner kompakten Bauform hervorragend führen lässt. An eine Absaugung angeschlossen, arbeitet man weitgehend staubfrei – am besten funktioniert das mit Mirka-Abranet-Schleifmittel. Doch auch mit konventionellem Schleifmittel funktioniert die Staubabfuhr sehr effektiv. Eine tolle Idee ist die serienmäßige Schutzauflage für die Klettfläche des Schleiftellers. Die Schutzauflage ist einfach eine zusätzliche Klettschicht, die zwischen Schleifteller und Schleifmittel sitzt. Hat man aus Versehen mal versucht, ohne Schleifmittel zu arbeiten, ist lediglich das Klett der Schutzauflage verschlissen. Man muss nicht den ganzen Schleifteller austauschen.    

Fazit

Mirka beweist, dass das Thema Schwingschleifer noch Potenzial hat. Der DEOS 353CV ist sicherlich eines der aktuell besten und innovativsten Geräte in dieser Kategorie.

Preis: um 595 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Schwingschleifer

Mirka DEOS 353CV

Profiklasse

4.5 von 5 Sternen

09/2018 - Dr. Martin Mertens

Bewertung 
Schleifen: 60%

Bedienung: 20%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Mirka, Sulzbach 
Hotline 06196 76160 
Internet: www.mirka.de 
Technische Daten
Nennspannung: 220 - 240 V 
Leistungsaufnahme: 250 W 
Leerlaufdrehzahl: 5.000 – 10.000 min-1 
Schwingkreisdurchmesser: 3 mm 
Größe der Schleifplatte 81 x 133 mm 
Abmessungen (L x B x H): 230 x 81 x 120 mm 
Gewicht 0,97 kg 
+ vibrationsarm, leise, gute Absaugung 
Klasse Meisterklasse 
Preis/Leistung: gut 
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Autor Dr. Martin Mertens
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Datum 14.09.2018, 09:01 Uhr
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