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Kategorie: Garten-Häcksler

Einzeltest: Eliet Super Prof Max Cross Country + Eco Eye


Häckseln kommt von hacken

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Hacken ist die effektivste Möglichkeit, um Holz zu zerkleinern – das weiß fast jeder.  Längst der Faserrichtung reißt Holz schnell und lässt sich deshalb gut spalten.  Das macht sich Eliet mit dem patentierten Axtprinzip seiner Häcksler zunutze.  Wir haben das Topmodell Eliet Super Prof Max getestet.

Übliche Häcksler zerkleinern das Häckselgut im Wesentlichen quer zur Holzfaser,  da ihre Messer oder Walzen mehr oder  weniger rechtwinklig zur Einzugsrichtung  und damit zur Faserrichtung des längs zugeführten Häckselguts verlaufen. Eliet setzt  dagegen auf eine Messerwalze, bei der die  Messer wie kleine Axt-Klingen ausgeformt  sind. Die Klingen sind an kurzen Auslegern angebracht, die versetzt auf einer  Achse angeordnet sind. Über eine separate  Einzugswalze  an  die  „Axtwelle“  herangeführte Äste und kleinere Stämme werden  so zunächst längst in kleinere Stücke aufgespalten. Die legen sich dann im Gehäuse der Messerwelle schräg und werden so auch in der Länge zerhackt, bis sie durch  ein Gitter fallen. Unter dem Gitter hat Eliet  sein neues Axelero-Auswurfsystem installiert. Das besteht aus einer speziellen  Transportwelle, die alle Arten von Häckselgut schwungvoll in das Blasrohr katapultiert. Dank dieser Technologien erzielt der Eliet  Super Prof mit vergleichsweise wenig  Motorleistung eine hohe Häcksel-Leistung.


Ausstattung

Die  hydraulisch  angetriebene  Einzugswalze ist für den Einzug von Ästen bis zu  einem Durchmesser von bis zu 13 Zentimetern ausgelegt. Die Einzugsbreite beträgt 45 Zentimeter, die Trichteröffnnung ist  70  x  50  Zentimeter  groß.  Die  Einzugsgeschwindigkeit lässt sich stufenlos über ein  Handrad regeln. Die Häckselwalze ist mit  24 Messern bestückt. Damit produziert das  Gerät bis zu 6 m³ Häcksel in der Stunde. Unser Testgerät war die „Max“-Version des  Super Prof, die mit einem 23-PS-Briggs &  Stratton-Vangaurd mit einer Leistung von  23 PS und einem Hubraum von 627 cm³  ausgestattet ist. Alternativ ist der dann Super Prof (ohne Max) genannte Häcksler  auch mit einem 18-PS/570-cm³-Motor lieferbar. Die 4-Takter werden mit Superbenzin betrieben, die Maschine verfügt hierfür  über einen 18-Liter-Tank. Bei den Fahrgestellen hat man die Wahl  zwischen dem Raupenfahrwerk, mit dem  unser Testgerät ausgestattet war (Super  Prof  Cross  Country),  einem  Räder-Fahrwerk (Super Prof) oder einer auf eine Zugvorrichtung montierten Variante (Super  Prof On Road). Der Eliet Super Prof ist mit den gängigen  Sicherheitsausstattungen ausgerüstet.

Sollte der Einzug blockieren, kann die Maschine in den Rückwärtslauf geschaltet werden.  Optional  ist  das  Gerät  mit  der  sogenannten Eco-Eye-Technologie lieferbar. Hierbei  stellt die Elektronik am Verhalten des Motors fest, ob das Gerät aktuell wirklich am  Häckseln ist. Ist das nicht der Fall, entkuppelt die Maschine das Häckselwerk und  schaltet den Motor in den Leerlauf. Ein unter dem zentralen Bedienfeld angebrachter  Infrarot-Sensor  registriert,  sobald  sich  jemand dem Einfülltrichter nähert, und die  Maschine schaltet sofort wieder in den Be- triebsmodus. Diese Einrichtung spart zum  einen Sprit und reduziert zum anderen das  Motorgeräusch, wenn die Maschine nicht  arbeitet.

Bedienung

Die Bedienung des Eliet Super Prof erfolgt  im Wesentlichen über das unter dem Einfülltrichter  angeordnete  Bedienfeld.  Hier  sitzen das Zündschloss und der Choke so- wie die elektronische Regelung der Motorleistung. Ein Display gibt Auskunft   über  den Betriebszustand und informiert über  Betriebszeiten und erforderliche Servicemaßnahmen. Auch die Steuerung des Eco-Eye erfolgt über das Display. Vorlauf und  Rücklauf  werden  über  großzügige  Tasten  rechts und links neben dem Einfülltrichter  geschaltet. Insgesamt ist das Bedienkonzept gut durchdacht. Das Raupenfahrwerk wird über zwei vor  dem Bedienfeld angeordnete Drehgriffe  gesteuert. Das funktioniert einfach und intuitiv. Lediglich die glatten Metallstangen,  die als Griffe dienen, verdienen Kritik. Mit  nassen Händen oder nicht optimal sitzenden Handschuhen lassen sie sich nicht gut  bedienen – man rutscht mit den Händen  leicht ab. Hier wäre zumindest eine Gummierung wünschenswert. Zum Zugriff  auf das Häckselwerk benötigt  man kein Werkzeug – Verkleidung und  Sieb lassen sich leicht öffnen, z.B. um das  Ganze gelegentlich zu reinigen oder um  die Messer zu schärfen.

Geschärft  werden  die  kleinen  „Axtköpfe“  im  eingebauten Zustand mit einem Winkelschleifer.  Sind sie komplett verschlissen, können  sie ausgetauscht werden. Der Antrieb der  Messer- und der Axelero-Förderwelle erfolgen wartungs- und verschleißarm über  Zahnriemen; die Einzugswalze und die  Raupen  werden  hydraulisch  angetrieben.  Insgesamt kann die komplette mechanische  Konstruktion  als  sehr  wartungsarm  und servicefreundlich bezeichnet werden. Die Vanguard-Motoren von Briggs & Stratton sind eine gute Wahl. Auch sie sind servicefreundlich  aufgebaut.  So wie der Motor  eingebaut  ist,  lässt  sich  allerdings  die  Öleinfüllöffnung nicht gut erreichen – hier  benötigt man einen Trichter mit Schlauch,  um Öl einzufüllen.


Im Einsatz

Der  Eliet  Super  Prof  Max  erfüllte  unsere  sicher hoch gesteckten Erwartungen problemlos. Mit dem 23-PS-Motor und der  patentierten  Häckseltechnik  hat  die  Maschine auch anspruchsvolle Aufgaben souverän gemeistert. Egal, ob wir sie mit trockenen, alten Ästen größerer Durchmesser  gefüttert haben – hier erwies es sich als  praxisgerecht, die Einzugsgeschwindigkeit  etwas zu drosseln – oder ob wir frisch regennasses grünes Astwerk in den Trichter  gesteckt haben – wirklich alles wurde ohne  mucken zu Häcksel verarbeitet, sobald die  Einzugswalze das Material gegriffen hatte.  Auch die Ergonomie erwies sich als vorbildlich.  Die  Unterkante  des  Einfülltrich- ters befindet sich auf etwa einem Meter  Höhe, so dass man das Häckselgut bequem  zuführen kann.

Der große Einstellbereich  des Blasrohrs bietet zusammen mit der  effizienten  Axelero-Technik  alle  Möglichkeiten, das Häcksel gezielt auszuwerfen.  Gewöhnungsbedürftig  war  lediglich  die  im  Vergleich  zu  anderen  Häckslern  lange Zeit, die die Maschine braucht, bis die  Häckselkammer komplett leer ist und  keine Partikel mehr ausgeworfen werden.  Wer gewohnt ist, nach dem Einfüllen des  Häckselguts schnell im Auswurfbereich zu  arbeiten – etwa, um das Häcksel auf einem  Hänger  gleichmäßig  zu  verteilen,  sollte  hier etwas länger warten, bis die Maschine  mit dem Häckseln wirklich „durch“ ist.

Fazit

Der Eliet Super Prof Max ist ein empfehlenswertes Gerät für alle, die in dieser Leistungsklasse ein besonders wirtschaftliches  Gerät suchen. Der etwas höhere Anschaffungspreis amortisiert sich schnell durch  die hohe Servicefreundlichkeit und den  überschaubaren Wartungsaufwand. Die  Leistungsfähigkeit dieser Maschine ist  über jeden Zweifel erhaben.

Preis: um 20220 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Eliet Super Prof Max Cross Country + Eco Eye

Profiklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Funktion: 50%

Bedienung: 30%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Eliet Europe, Otegem, Belgien 
Preis: 20.220 Euro 
Hotline: +32 56 777088 
Internet: www.elietmachines.com/de 
Technische Daten:
Abmessungen (L x B x H): 200 x 83,5 x 145 cm 
Gewicht: 506 kg 
max. Astdurchmesser: 13 cm 
max. Einzugsbereite: 45 cm 
Einfüllöffnung: 70 x 50 cm 
Häckselleistung: 6 m³/h 
Antrieb: 4 Takt V-2 23 PS/627 cm² Briggs & Stratton Vanguard 
+ Wartung/Bedienung 
+ Arbeitsleistung 
+ Ausstattung 
Klasse: Meisterklasse 
Preis/Leistung: gut - sehr gut 
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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 21.06.2018, 09:01 Uhr