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Laminat richtig verlegen - so ist es ganz einfach!

19.11.2020 09:43 Uhr von Robert Glückshöfer

Ein Laminatboden ist der kleine Bruder von Parkett und Dielen: Alle Vorteile der Holzbaustoffe kommen mit niedrigeren Kosten und Langlebigkeit zusammen. Aber was muss man wissen, wenn man Laminat richtig verlegen will? Welche Werkzeuge benötigt man, und wie sehen die Vorbereitungen aus?

Bevor man Laminat verlegen kann, muss man herausfinden, wie viele Paneele man benötigt. Dazu rechnet man zuerst die Grundfläche des Raums aus. Die Länge der langen Raumseite in Meter mit der Länge der kurzen Raumseite in Metern multiplizieren. Das Ergebnis gibt an, wie viele Quadratmeter Laminatdielen man benötigt. Manchmal geht etwas schief, deshalb rechnet man normalerweise zwei Quadratmeter für Verschnitt dazu. Schönes Laminat in vielen verschiedenen Ausführungen und das nötige Werkzeug findet man bei Toom.

Auf welchem Untergrund kann man Laminat verlegen?

Der Untergrund unter dem Laminat sollte möglichst eben sein. Sind Unebenheiten vorhanden, gleicht man die einfach mit Ausgleichsmasse aus. Extrem unebene Böden werden mit einer Estrichschicht aufgegossen, um sie einzuebnen. Auf textilen Untergründen wie beispielsweise Teppichboden kann kein Laminat verlegt werden. Beton, Estrich und dergleichen sind dagegen sehr gut geeignet. Ob der Untergrund eben genug ist, überprüft man mit der Richtlatte. Auf dem getrockneten Estrich oder der trockenen Ausgleichsmasse wird eine Dampfsperre aus Kunststoff aufgebracht. Diese dient als Feuchtigkeitssperre. Da der Raum eine angenehme Akustik haben sollte, ist eine Trittschalldämmung ratsam. Die kommt auf die Feuchtigkeitssperre.

Welche Werkzeuge werden benötigt, um Laminat perfekt zu verlegen?

  • Laminatschneider
  • Feinsäge und Schere
  • Spachtel, Hammer und Schraubendreher
  • Zollstock und Schlagklotz sowie ein Zugeisen

Zum Werkzeug und zum Laminat kommt Zubehör. Das sind die vier Dinge, die auf keinen Fall fehlen dürfen:

  • Ausgleichsmasse oder Estrich
  • Feuchtigkeitssperre beziehungsweise Parkettunterlage
  • Trittschalldämmung
  • Sockelleisten beziehungsweise Türleiste

Schritt für Schritt Laminat richtig verlegen

Vor Arbeitsbeginn muss sich das Laminat an Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen. Das dauert bie größeren Materialstapeln ein bis zwei Tage. Die Anpassung ist wichtig, damit sich später keine Spannungen im Boden bilden und sich kein Kondenswasser an den Paneelen abschlägt.

Die ersten Paneele werden parallel zur Wand ausgerichtet, die Nut sollte zur Wand zeigen. Damit die Leisten später noch angebracht werden können, wird ein Abstand von etwa 12 Millimetern zur Wand eingehalten: Das ist die sogenannte Abstandsfuge. Die nächsten Paneele werden angelegt und mit Fäustel, Schlagklotz und Zugeisen zusammengefügt. Die richtige Verlegerichtung ist von der Zimmerecke weg in die Mitte und weiter zur gegenüberliegenden Wand. Stabil wird es, wenn die Fugen der Paneele nicht direkt untereinander liegen.

Im letzten Schritt werden die Sockelleisten mit kleinen Nagelstiften an der Wand befestigt. Übergangsprofile verankert man mit Dübeln und Schrauben im Betonboden, beim Holzboden mit Holzschrauben.

Knifflige Stellen beim Verlegen von Laminat

Knifflige Stellen gibt es auch: Das sind beispielsweise die Übergänge zu anderen Bodenbelegen. Hier behilft man sich mit Profilschienen in verschiedenen Ausführungen und Materialien. Türzargen werden so gekürzt, dass sich das Laminatpaneel darunter schieben lässt. Passen Türen nach dem Verlegen nicht mehr, werden Unterlegscheiben auf die Türzapfen gesteckt und die Türen damit angehoben. Schwieriger sind Heizungsrohre: Laminat richtig verlegen bedeutet auch, dass die Paneele eben im Bedarfsfall nicht bündig sitzen. Heizungsrohre überträgt man durch Abmessen des Durchmessers auf die Paneele, allerdings muss eine umlaufende Dehnungsfuge von etwa einem Millimeter dazu gerechnet werden.

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Autor Robert Glückshöfer
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Datum 19.11.2020, 09:43 Uhr