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Anhänger Test - was lohnt sich im Herbst zu kaufen?
*enthält bezahlte WerbungIm Herbst gibt es rund ums Haus einiges zu transportieren. Nach dem Heckenschnitt stapeln sich Äste, Laubsäcke müssen zum Wertstoffhof und vielleicht steht noch eine Renovierung an. Ein eigener Pkw-Anhänger erspart dabei viele Fahrten mit vollgepacktem Kofferraum. Doch welche Größe ist sinnvoll? Wir vergleichen mehrere Modelle für unterschiedliche Aufgaben und zeigen, worauf es beim Kauf ankommt.
Kleine Gartenarbeiten mit dem Garden Trailer 150 KIPP
Wer hauptsächlich Gartenabfälle entsorgt oder gelegentlich Material im Baumarkt kauft, benötigt meist keinen großen Anhänger. Der Garden Trailer 150 KIPP bietet eine Ladefläche von rund 148 × 106 cm. Für Laubsäcke, Blumenerde, Werkzeug oder kleinere Gartengeräte reicht das häufig aus.
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Mit 110 kg Eigengewicht ist er vergleichsweise leicht. Bei 750 kg zulässiger Gesamtmasse bleiben rechnerisch 640 kg Nutzlast. Verzinkte Stahlbauteile schützen vor Korrosion, der Boden besteht aus einer robusten Siebdruckplatte.
Was bedeutet eigentlich KIPP? Die Bezeichnung verweist auf die Kippfunktion des Anhängers. Über die neigbare Deichsel lässt sich die Ladefläche nach hinten kippen, was das Be- und Entladen erleichtert. Eine hydraulische Kippvorrichtung besitzt der Anhänger allerdings nicht.
Bei langen Brettern, Zaunelementen oder größeren Maschinen stößt der 150 KIPP an seine Grenzen. Für gelegentliche Transporte ist er dagegen eine praktische Wahl.
Mehr Länge bei gleicher Breite mit dem Garden Trailer 200 KIPP
Beim Garden Trailer 200 KIPP wächst die Ladefläche auf rund 201 × 106 cm. Die Breite bleibt praktisch unverändert, während gut 53 cm zusätzliche Länge zur Verfügung stehen.
Das lohnt sich beispielsweise für längere Bretter, passende Zaunelemente oder sperrige Gartengeräte, die auf der Ladefläche des 150 KIPP keinen Platz finden würden. Auch bei Renovierungen, wenn regelmäßig Holz oder andere längliche Materialien transportiert werden müssen, ist der zusätzliche Raum hilfreich.
Mit 116 kg Eigengewicht wiegt der 200 KIPP nur 6 kg mehr als das kleinere Modell. Bei 750 kg zulässiger Gesamtmasse beträgt die rechnerische Nutzlast 634 kg. Die Kippfunktion und der verschraubte Rahmen gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Der Nachteil liegt in der unveränderten Breite. Für besonders breite Möbel oder Maschinen bietet der 200 KIPP kaum Vorteile gegenüber dem kleineren Modell. Wer vor allem mehr Länge benötigt, findet hier jedoch einen sinnvollen Mittelweg.
Mehr Platz für sperrige Ladung im Garden Trailer 230 KIPP
Mit rund 230 × 126 cm Ladefläche schafft der Garden Trailer 230 KIPP deutlich mehr Raum. Gegenüber dem 200 KIPP stehen etwa 36 Prozent mehr Ladefläche zur Verfügung. Vor allem die zusätzliche Breite ist hilfreich, wenn größere Gartenmaschinen, sperrige Möbel oder mehrere Gegenstände nebeneinander transportiert werden sollen.
Auch nach einem umfangreichen Herbstschnitt bietet die größere Fläche Vorteile. Äste und Strauchwerk lassen sich besser verteilen. Mit einem passenden Gitteraufsatz kann das Ladevolumen für leichtes, sperriges Material zusätzlich vergrößert werden.
Allerdings bedeutet mehr Platz nicht automatisch mehr Nutzlast. Der 230 KIPP wiegt 128 kg und darf bei 750 kg zulässiger Gesamtmasse rechnerisch noch 622 kg Ladung aufnehmen. Die drei verglichenen Modelle werden also mit zunehmender Größe schwerer, während die verfügbare Nutzlast leicht sinkt.
Für voluminöse Äste oder Möbel ist die größere Fläche ein Vorteil. Bei schweren Materialien wie Erde oder Kies kann dagegen die Gewichtsgrenze erreicht sein, obwohl noch Platz vorhanden ist. Hinzu kommt der größere Stellplatzbedarf.
Blattfedern und Stoßdämpfer beim Garden 230/R KIPP
Eine Alternative ist der Garden 230/R KIPP. Seine Ladefläche ist ähnlich groß, er verfügt jedoch über Blattfedern und Stoßdämpfer. Diese können Stöße auf unebenen Wegen besser abfedern.
Wer häufig über holprige Zufahrten oder schlechte Straßen fährt, sollte diese Variante daher näher betrachten. Eine höhere Nutzlast ergibt sich aus dem anderen Fahrwerk allerdings nicht automatisch. Für überwiegende Fahrten auf befestigten Straßen kommt auch der klassische 230 KIPP infrage.
Worauf kommt es beim Anhängerkauf an?
Nicht allein die Ladefläche entscheidet darüber, ob ein Anhänger zum eigenen Bedarf passt. Vor dem Kauf sollte man insbesondere folgende Punkte prüfen:
- Nutzlast und Gesamtgewicht: Die zulässige Gesamtmasse umfasst Anhänger und Ladung. Die vorgestellten Modelle sind mit bis zu 750 kg erhältlich, teilweise auch mit niedrigerem Zulassungsgewicht. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere. Zusätzliche Aufbauten können die tatsächlich verfügbare Nutzlast verringern.
- Abmessungen: Für lange Bretter zählt vor allem die Länge, bei Möbeln oder Maschinen häufig die Breite. Wer den Anhänger in einer Garage unterbringen möchte, muss auch die Außenmaße einschließlich Deichsel und Rädern berücksichtigen.
- Konstruktion und Ladungssicherung: Verzinkte Stahlteile bieten Korrosionsschutz, verschraubte Rahmen ermöglichen grundsätzlich den Austausch einzelner Bauteile. Wichtig sind außerdem geeignete Zurrpunkte sowie passende Gurte oder Netze zur Sicherung der Ladung.
- Zugfahrzeug: Die zulässige Anhängelast und Stützlast des Autos müssen eingehalten werden. Mit Führerscheinklasse B darf man in Deutschland grundsätzlich Anhänger bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse ziehen, sofern das Zugfahrzeug dafür geeignet ist.
Auch die Ausstattung verdient Aufmerksamkeit. Je nach Modell und Konfiguration sind Flachplanen, Hochplanen oder Gitteraufsätze erhältlich. Beide Planenarten schützen die Ladung vor Regen, eine Hochplane bietet zusätzlich Platz für höhere Gegenstände. Gitteraufsätze eignen sich besonders für voluminösen Grünschnitt. Welche Komponenten bereits enthalten sind, sollte man vor der Bestellung prüfen.
Welcher Anhänger sich im Herbst lohnt, hängt somit vor allem von der typischen Ladung ab. Für gelegentliche Gartenarbeiten genügt häufig der 150 KIPP. Der 200 KIPP ist interessant, wenn längere Gegenstände transportiert werden sollen, während der 230 KIPP bei sperriger Ladung seine Stärken ausspielt. Wer regelmäßig auf unebenen Wegen unterwegs ist, kann zusätzlich den 230/R in Betracht ziehen. Entscheidend ist nicht die größtmögliche Ladefläche, sondern ein Anhänger, dessen Abmessungen, Nutzlast und Ausstattung zum eigenen Bedarf passen.
Foto von Markus Winkler auf Pexels




