Kategorie: Hämmer

Picard EST 1857: Schlosserhämmer und Fäustel von 300 bis 1.000 g im Test


Rau und ehrlich

Hämmer Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition im Test, Bild 1
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Ein guter Hammer gehört in jede Werkstatt. Der Hammerspezialist Picard aus Wuppertal hat mit der „EST 1857“-Serie eine Sonderedition aufgelegt, die bewusst naturbelassen daherkommt. Wir haben uns drei Schlosserhämmer und einen Fäustel einmal genauer angesehen.

So ein schöner und schlagkräftiger Hammer weckt Begehrlichkeiten. Wer hat nicht schon einmal im Einsatz den Stiel durchgebrochen oder sich über zu weiches Material bei Billighämmern beklagt? Gute Hämmer sind nicht günstig, halten dafür aber eine lange Zeit und ermöglichen effektives Arbeiten – egal in welchem Gewerk. Picard fertigt seit langer Zeit Hämmer unterschiedlichster Bauformen. Um genau zu sein: seit 1857, als Johann Hermann Picard in einer Schmiede im Bergischen Land den Grundstein legte. Früher entstanden Werkzeuge für Schmiede, Klempner und Schlosser.

Hämmer Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition im Test, Bild 2Hämmer Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition im Test, Bild 3Hämmer Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition im Test, Bild 4
Und damals wie heute sind Hämmer das Herzstück der Produktion in Wuppertal-Cronenberg. Im Katalog des Herstellers kann man schnell den Überblick verlieren. Vom feinen Uhrmacherhammer bis zum Spezialwerkzeug für Dachdecker finden sich nahezu 700 Produkte. Jetzt ruft Picard eine neue Serie namens „EST 1857 Edition“ ins Leben. Sie zeichnet sich durch ihre Ursprünglichkeit aus und bietet Hammer pur: naturbelassene Stiele aus Hickoryholz und geschmiedete Hammerköpfe, dazu ein Lederriemen – fertig! In einer braunen Kartonhülle verpackt, schwarz mit den Infos zum Hammer bedruckt und mit einem ausgestanzten Fenster zum Anfassen und Angucken versehen, versteht es Picard, diese Hämmer perfekt in Szene zu setzen.

Sonderedition EST 1857


Auch die Hämmer der EST-1857-Serie entstehen in der Wuppertaler Picard-Schmiede. Das Programm umfasst drei Schlosserhämmer mit 300 g*, 500 g* und 800 g* sowie einen Fäustel mit 1.000 g*.

Hämmer Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition im Test, Bild 4
Spuren des Herstellungsprozesses sind an den Hammerköpfen zu sehen – optisch ist kein Hammer wie der andere
Die Köpfe bestehen aus legiertem Kohlenstoffstahl mit Anteilen von Silizium, Mangan und Chrom. Der Ausgangsstahl wird im Strangguss hergestellt, zu Rundmaterial gewalzt und in kurze Stücke, sogenannte Piller, geteilt. Diese werden induktiv auf knapp 1.300 °C erhitzt und unter einem hydraulisch beschleunigten Oberdruckhammer im Gesenk in mehreren Schritten vorgeformt. Noch im heißen Zustand werden der Grat entfernt und das Auge für den Stiel ausgestanzt. Ist der Kopf abgekühlt, wird er sandgestrahlt, um den Zunder zu entfernen. Erst danach wird er gefräst, exakt auf Maß. Sind diese Schritte erledigt, wird der Kopf vergütet: Dazu wird er bei über 830 °C gehärtet und bei rund 200 °C angelassen. So wird er maximal hart und bleibt dabei kontrolliert zäh. Danach wird nochmals sandgestrahlt, der Kopf pulverbeschichtet und geschliffen. Die Stiele werden aus Hickoryholz gefertigt, das als zäh und elastisch gilt. Anders als bei anderen Picard-Modellen bleibt der Stiel der EST-1857-Serie unbehandelt, die Maserung ist sichtbar. Jeder Stiel trägt eine Lasergravur mit EST-1857-Logo, Herstellerangaben und Sicherheitssymbolen. Montiert werden die Hämmer mit gekeiltem Stiel, ein Lederriemen zum Anfertigen einer Handschlaufe liegt bei. Laut Picard sind bis zu 40 Arbeitsschritte nötig, bis die Hämmer dieser Serie fertiggestellt sind.

In der Praxis


Der 300-g-Schlosserhammer ist mit Stiel 30 cm lang und wiegt insgesamt 480 g. Er liegt sehr gut in der Hand: Das unbehandelte, etwas raue Hickoryholz fühlt sich angenehm an und gibt eine gute Griffkontrolle. Die Lasergravur EST 1857 ist ein echter Eyecatcher. Bahn und Finne sind gleichmäßig verschliffen und die Kanten sauber gebrochen. Doch der Hammer sieht nicht nur gut aus. Mit ihm lässt sich kontrolliert und präzise zuschlagen, sodass das Arbeiten mit ihm sehr effektiv ist. Die Dämpfung des Rückschlags gelingt ganz ordentlich. Das Gleiche gilt für die 500-gund 800-g-Versionen, die 31,5 cm und 34,5 cm lang sind. Mit dem 25 cm langen Fäustel steht einem ein anderes Kaliber zur Verfügung. Den 1.000-g-Hammerkopf kann man mit Nachdruck auf das Ziel niedersausen lassen, der kurze Stiel vermittelt ein direktes Gefühl der übertragenen Schlagenergie.

Fazit

Die Hämmer aus der Picard Sonderedition EST 1857 sehen nicht nur ursprünglich und gut aus. Mit ihnen lässt sich ausgezeichnet arbeiten. So werden auch diese Hämmer mit Sicherheit zum Objekt der Begierde bei Heimwerkern wie Profis.

Den Test finden Sie in der Heimwerker Praxis 6/2026. Das Heft ist in unserem Shop als e-paper oder als Print-Ausgabe erhältlich
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Kategorie: Hämmer

Produkt: Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition

Preis: um 30 Euro(300 g), um 35 Euro (500 g), um 40 Euro (800 g), um 45 Euro (1000 g)

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10/2026
5.0 von 5 Sternen

Oberklasse
Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition

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Weitere Informationen Picard Schlosserhämmer / Fäustel EST 1857 Edition
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Bewertung 
Schlageigenschaften: 40%

Handlage/Ergonomie: 30%

Qualität: 15%

Ausstattung: 15%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: PICARD GmbH, Wuppertal 
Preise: um 30 Euro (300 g)
um 35 Euro (500 g)
um 40 Euro (800 g)
um 45 Euro (1000 g) 
Hotline: 0202 24754-0 
Internet: www.est1857.de 
Technische Daten
Kopfmaterial: legierter Kohlenstoffstahl
vergütet
pulverbeschichtet 
Stil: Hickory, unbehandelt 
Kopfgewichte: 300 g / 500 g / 800 g (Schlosserhammer)
1.000 g (Fäustel) 
Gesamtgewichte: 480 g / 708 g / 1139 g / 1247 g 
Ausstattung: Lederschlaufe
Lasergravur am Stiel 
+ Hickorystiel mit guter Griffkontrolle 
+ saubere Verarbeitung 
+ geschmiedeter und vergüteter Kopf 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: gut - sehr gut 
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Dipl.-Ing. (FH) Jochen Schmitt
Autor Dipl.-Ing. (FH) Jochen Schmitt
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Datum 23.10.2026, 12:16 Uhr
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