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Kategorie: Sonstige Elektrowerkzeuge Netzbetrieb

Einzeltest: Tormek Nassschleifmaschine T8


Immer scharf

Sonstige Elektrowerkzeuge Netzbetrieb Tormek Nassschleifmaschine T8 im Test, Bild 1
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Eine richtig scharfe Schneide erleichtert die Arbeit enorm. Um die richtige Art zu schärfen entspinnen sich regelrecht philosophische Diskussionen. Wir haben ganz praktisch die Nassschleifmaschine T8 von Tormek getestet und stellen Ihnen einen sehr einfachen und effektiven Weg zum Schärfen vor.

Selbst nagelneue Stechbeitel und Hobeleisen sind nur scharf. Richtig scharf werden sie erst durch entsprechende Nachbearbeitung.

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Ausstattung

Die Nassschleifmaschine T8 ist eine langsam laufende Kombi-Schleifmaschine, die in ihrer Grundkonfiguration aus einem 250 Millimeter großen Schleifstein und einer 220-Millimeter-Abziehscheibe mit Leder-Abziehfläche besteht. Das Gehäuse ist komplett gekapselt, der Motor hat eine Leistungsaufnahme von 200 Watt. Oben auf der Maschine befindet sich ein Werkzeughalter, an dem der Werkzeugträger für die zu schärfende Klinge montiert wird. Daneben sind noch der Tragegriff und der Einschalter platziert. Vorn an der Maschine kann ein Halteblech aufgeklebt werden, an dem die mit Magneten ausgestattete Einstelllehre Halt findet und so immer zur Hand ist. Unter dem Schleifstein befindet sich ein Wasserbecken, das in der Höhe verstellbar ist. Zum Entleeren und Reinigen kann das Becken mit einem Drehknebel (auf der Rückseite der Maschine) herunter gedreht und entnommen werden. Auf der einen Seite des Beckens befindet sich von außen ein Schaber, der mit seinem Magneten Metallpartikel aus dem Wasser sammelt. Auf der anderen Seite befinden sich die Abziehscheibe aus Leder und die Kabelzuführung. Zum Lieferumfang der T8 gehören ein Steinpräparierer, um den Schleifstein von Schnell- auf Feinschleifen zu dressieren, ein Dreh- und Abrichtwerkzeug, mit dem um die Lauffläche des Steins geglättet werden kann, die WM-200-Winkellehre zum Einstellen der Schleifvorrichtungen, eine Vorrichtung zum Schleifen von geraden Schneiden und eine Tube Abziehpaste für die Lederscheibe.

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Inbetriebnahme

Die Erstinbetriebnahme ist einfach. Nachdem der Schleifstein montiert ist, gilt es nur noch, die Abziehscheibe aus Leder vorzubereiten. Hierfür wird die Lauffläche der Lederscheibe mit einem Öl präpariert, das zum Lieferumfang der Maschine gehört. Das Öl wird dünn aufgetragen und sorgt dafür, dass später die Abziehpaste besser ins Leder eindringen kann. Damit ist die Erstinbetriebnahme abgeschlossen und die Maschine betriebsbereit.

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Schleifen und schärfen

Grundsätzlich muss vor jedem Schliff überprüft werden, ob sich der Stein im Wasser dreht. Daher sollte der Wasserstand immer kontrolliert werden. Daneben muss die Abziehscheibe mit Schleifpaste eingestrichen werden. Ist die Maschine einsatzbereit, kann das Werkstück, zum Beispiel ein Stechbeitel, in die Führung für gerade Klingen eingesetzt werden. Dann wird der Führung auf den Werkzeugträger geschoben und mithilfe der Winkellehre der gewünschte Schleifwinkel eingestellt. Dazu dreht man die Stellschrauben am Werkzeugträger so lange vor und zurück, bis der korrekte Winkel eingestellt ist. Zuletzt wird der Werkzeugträger mit zwei Knebelschrauben fi xiert. Nun wird die Maschine eingeschaltet und die Klinge auf dem Stein mit leichtem Druck langsam seitlich hin- und hergeschoben bis der gewünschte Schneidenwinkel angeschliffen ist. Um sicher zu sein, dass wirklich die ganze Fläche geschliffen wurde, kann die Fläche vor dem Schleifen mit einem Filzschreiber geschwärzt werden. Dem Stein schadet das nicht und man kann genau sehen, ob die Fläche komplett geschliffen wurde. Anschließend wird die Maschine gedreht. Bisher wurde gegen die Drehrichtung geschliffen, zum Abziehen wird mit der Drehrichtung des Steins gearbeitet um das Leder nicht mit der Klinge zu beschädigen. Jetzt wird die geschliffene Fläche poliert. Das Ergebnis ist erst dann perfekt, wenn man sich in der frisch geschliffenen Fläche spiegeln kann und der Schleifgrat komplett entfernt wurde. Jetzt besitzt der Stechbeitel eine unvergleichliche Schärfe. Zieht man ihn nur leicht über ein Blatt Papier, ist es schon zerschnitten. Stechbeitel, Hobel und sonstige Klingen schneiden Holz und ähnliche Materialien wie Butter. Mit einem so scharfen Werkzeug macht die Arbeit nicht nur Spaß, sondern auch die Ergebnisse werden unvergleichlich gut. Auf jeden Fall ist klar, warum Tormek jeder Maschine und jedem Zubehörteil ein Päcken Pflaster beilegt.

Pflege und Wartung

Die Nassschleifmaschine T8 von Tormek benötigt kaum Pflege und Wartung. Im Allgemeinen reicht es aus, den Wasserkasten regelmäßig von Schleifpartikeln zu reinigen und die Lederscheibe sollte immer mit genug Abziehpaste betrieben werden. Beim Reinigen des Wasserkastens sollte beachtet werden, das Wasser nicht in einem normalen Ausguss zu entsorgen, weil sich die Schleifpartikel ablagern und den Ablauf verstopfen können.

Fazit

Wer auf wirklich scharfe Werkzeuge angewiesen ist, für den ist die Nassschleifmaschine T8 von Tormek ein absolutes „Must-have“. Diese Maschine arbeitet schnell, präzise und bietet so viel Zubehör, dass sie wirklich jede Schneide schärfen kann. Das Schärfen an sich geht gerade bei schon einmal geschärften Werkzeugen so schnell, dass es problemlos möglich ist, mal eben eine Klinge zu schärfen, toll!

Preis: um 600 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Tormek Nassschleifmaschine T8

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Funktion: 50%

Bedienung: 30%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Tormek, Lindesberg (SE) 
Preis: um 600 Euro 
Hotline: 0046 581 14790 
Internet: www.tormek.se 
Technische Daten:
Nennspannung: 230 V 
Leistungsaufnahme: 200 W 
Maße (B x T x H): 270 x 270 x 330 mm 
Schleifstein: SG-250 original Tormek 
Abziehscheibe: Leder, 220 x 31 mm 
Gewicht: 14,8 kg 
Klasse: Referenzklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Dipl.-Ing. Olaf Thelen
Autor Dipl.-Ing. Olaf Thelen
Kontakt E-Mail
Datum 01.09.2017, 09:01 Uhr
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