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Richtig bohren in Holz, Metall und Stein: Worauf es bei Bohrer, Maschine und Material ankommt

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08.05.2026 12:01 Uhr von Robert Glückshöfer

Eine kräftige Bohrmaschine löst nicht jedes Problem. Wer in Holz, Metall oder Stein bohrt, merkt das oft schon nach wenigen Sekunden. Der Bohrer läuft weg, das Loch franst aus, die Schneide wird heiß oder die Wand gibt nur feinen Staub ab. Oft liegt es nicht an einem einzelnen Fehler. Bohrer, Maschine, Drehzahl und Material müssen zusammenpassen.

Der Bohrer muss zur Aufgabe passen

Ein einfaches Universalset reicht für gelegentliche Arbeiten im Haushalt oft aus. In der Werkstatt oder bei Renovierungen ändern sich die Anforderungen aber schnell. Professionelle Bohrer für Stein und Metall zeigen, wie breit ein gutes Sortiment auf verschiedene Maschinentypen abgestimmt sein muss, vom klassischen Bohrfutter bis zur SDS-Aufnahme. Für ein Dübelloch in Mauerwerk gelten andere Regeln als für eine saubere Bohrung in einem Metallwinkel. Auch der Durchmesser spielt eine Rolle.

Holz braucht Führung und saubere Späne

Ein Holzbohrer mit Zentrierspitze setzt genauer an als ein glatter Metallbohrer. Durch einen sogenannten Vorschneider werden die Fasern bei einem solchen Bohrer sauber getrennt. Das spielt besonders bei sichtbaren Flächen wie etwa Regalbrettern, Arbeitsplatten oder Möbelteilen eine wichtige Rolle.

Bei Durchgangsbohrungen ist es sinnvoll, ein Reststück unter das Werkstück zu legen, um Ausrisse auf der Rückseite zu verhindern.

Metall verzeiht eine zu hohe Drehzahl schlecht

Beim Metallbohren kann eine zu hohe Drehzahl die Schneide unnötig stark erhitzen. Wird zu wenig Druck beim Bohren ausgeübt, schleift der Bohrer nur auf der Oberfläche. Durch beides wird das Loch schlechter und der Bohrer wird schneller stumpf.

Bohrungen in Stahl oder Edelstahl sollten mit einer niedrigen Drehzahl erfolgen. Schneidöl oder Bohrpaste können die Wärme reduzieren. Bei dünnen Blechen ist es sinnvoll, diese zu fixieren, weil sie sich sonst beim Bohren hochziehen oder vibrieren.

Stein ist nicht gleich Beton

Eine Wand kann aus Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton, Naturstein oder Beton bestehen. Von außen ist das nicht immer eindeutig ersichtlich. Beim ersten Anbohren lohnt daher ein kurzer Test mit wenig Druck. Kommt der Bohrer leicht voran, ist oft kein harter Beton im Spiel. Trifft er auf Widerstand und feines Bohrmehl, braucht es dagegen mehr Schlagkraft.

Für Beton ist ein Bohrhammer meist die bessere Wahl als eine einfache Schlagbohrmaschine. Bei Lochziegeln kann zu viel Schlag dagegen Schaden anrichten. Dort zählt Kontrolle mehr als Gewalt.

Kurze Kontrolle vor dem ersten Loch

Vor dem Bohren spart eine kleine Prüfung oft Ärger:

  • Material und Wandaufbau möglichst genau einschätzen
  • passenden Bohrertyp und Durchmesser wählen
  • Aufnahme von Maschine und Bohrer prüfen
  • Bohrtiefe markieren oder Tiefenanschlag nutzen
  • Werkstück sicher fixieren
  • bei Metall langsam starten und Kühlung einplanen
  • Schutzbrille tragen, besonders bei Stein und Metall

Diese Punkte kosten kaum Zeit. Sie verhindern aber viele typische Fehler.

Druck, Tiefe und Dübel müssen zusammenpassen

Ein Loch ist erst dann gut, wenn die Befestigung hält. Der Bohrdurchmesser muss zum Dübel passen, und das nicht ungefähr, sondern genau. Ist das Loch zu groß, greift der Dübel schlecht. Ist es zu klein, wird er beim Einschlagen beschädigt.

Bohrmehl sollte aus dem Loch entfernt werden. Gerade bei Mauerwerk verbessert das den Halt deutlich. Für tiefe Bohrungen hilft eine Markierung am Bohrer. Klebeband genügt oft, noch sauberer wird es aber mit Tiefenanschlag.

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Autor Robert Glückshöfer
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Datum 08.05.2026, 12:01 Uhr