News Kategorie: Arbeitsschutz
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Asbest Belastung im Naturstein-Garten

Arbeitsschutz Asbest Belastung im Naturstein-Garten - News, Bild 1
21.08.2026 12:00 Uhr von Jörg Ueltgesforth

Natursteine finden im Gartenbau mannigfaltige Anwendung. Ob im Wege-, Terrassen-, Mauer- oder Teichbau – Material aus Steinbrüchen ist überall dort gefragt, wo architektonische Gartenkonzepte auf Robustheit und Naturnähe setzen. Dass diese Natursteine potenziell Asbest enthalten und beim Entladen oder bei Bearbeitung krebserregende Fasern freisetzen können, wissen die wenigsten Anwender.

Basische Magmatite wie Gabbro, Diabas oder Basalt spielen im Gartenbau häufig eine Rolle. Diese Gesteine können natürlicherweise Asbest, sogenannten geogenen Asbest, enthalten. Steinsplitt, vor allem aus Basalt und Diabas, schätzen GaLa-Bauer aufgrund der hohen Widerstandsfähigkeit und der Optik. Schüttungen von Basalt und Diabas ersetzen im Garten Steinplatten oder Holzelemente und verleihen Außenflächen ein natürliches Aussehen. Dunkler Gabbro eignet sich ideal für Treppen, Mauern, Terrassen, Palisaden und Pflasterflächen, findet aber auch als Splitt Verwendung. „DieseGesteine können natürliche Anteile an Asbestmineralen aus der Familie der Amphibole wie Aktinolith, Tremolit, Anthophyllit oder Amosit enthalten“, weiß Laborleiter Dr. Stefan Pierdzig.Gabbro, Diabas oder Basalt stammen auch aus deutschen Abbaugebieten und lassen sich über Baustoffhändler beziehen. „Um die Asbestgefahr einschätzen und zusätzliche Arbeitsschutz-Maßnahmen einleiten zu können, sollten Bauherren Gewissheit über den Ursprung der Natursteinegewinnen“, so der Asbest-Experte.

Unsichtbare GefahrHartgesteine binden kurze und dicke Asbestfasern von Natur aus fest in sich. Gesundheitsgefahr droht erst bei mechanischer Bearbeitung oder Materialumschlag. Staub entsteht durch das Schütten von Kies, Splitt und Schotter, das Brechen von Gestein, das Schneiden von Platten, flastersteinenund Blockstufen sowie Bohr-, Schleif- und Fräsarbeiten.

Arbeitsschutz Asbest Belastung im Naturstein-Garten - News, Bild 2
Besonders tückisch: Asbest ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ohne Schutzmaßnahmen gelangen feine Asbestbestandteile mit der Atemluft in die Lunge, reizen die Organe und führen zu langfristiger Narbenbildung.

Gesundheitsrisiko

Das Risiko für Krankheiten wie Asthma, Kurzatmigkeit, Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen steigt. Vielegesundheitliche und teilweise tödliche Folgen zeigen sich erst Jahrzehnte später. „Schon geringe Mengen eingeatmeter Fasern sind gefährlich. Für den krebserregenden Stoff existiert keine sichere Expositionsschwelle“, stellt Dr. Stefan Pierdzig klar.

Umsetzbare Schritte

Arbeitsschutz-Maßnahmen wie zum Beispiel die Nutzung von Atemschutz oder Staubsaugern mit Schwebstaub-Feinfilter der H-Klasse beugen der Exposition vor. Nassschneidemaschinen binden den Staub mit Wasser direkt im Bearbeitungsprozess.Bei Zweifel um Herkunft oder Inhaltstoffe bietet die CRB Analyse Service GmbH mit Sitz in Hardegsen entsprechende Tests an. Das unabhängige und seit 1995 akkreditierte Prüflabor bietet Asbest-Tests für die öffentliche Hand, Ingenieurbüros, Sanierer, Wohnungsbaugesellschaften und auch Laboratorien, die nicht über Rasterelektronenmikroskope verfügen, aber auch für private Auftraggeber an. Ein 15-köpfiges Team wertet die Proben innerhalb weniger Werktage aus.

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Jörg Ueltgesforth
Autor Jörg Ueltgesforth
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Datum 21.08.2026, 12:00 Uhr