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Kategorie: Sonstige Gartengeräte

Einzeltest: Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine


Frisches Grün

Sonstige Gartengeräte Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine im Test, Bild 1
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Mit den Jahren altern Rasenflächen, auch wenn sie regelmäßig vertikutiert werden. Irgendwann hilft dann nur noch die Nachsaat und das geht auch schon maschinell. 

Von einem alten Rasen spricht man, wenn sich über die Jahre ein Gemisch aus Wildkraut und Moos auf dem Rasengrund breitgemacht hat. Um es zu entfernen, ist ein deutlich höherer Aufwand nötig als einfaches Vertikutieren. Hier hilt langfristig nur, den Rasen durch Nachsaat zu verjüngen. An dieser Stelle bieten sich gerade auf großen Flächen Nachsaatmaschinen an, die gleich mehrere Arbeitsschritte in einem Durchgang erledigen.

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Nachsätechnik

Um eine Rasenfläche zu verjüngen, sind verschiedene Arbeitsschritte notwendig. Dabei sollte die Nachsaat zwischen den bestehenden Rasenpflanzen eingebracht und Wildkraut entfernt werden. Zur Vorbereitung der Nachsaat wird zuerst der Rasen kurz geschnitten. Anschließend wird die Fläche vertikutiert, um Wildkraut und Moose zu entfernen. Das aufgeworfene Material wird aufgesammelt und entsorgt. Nun ist die Rasenfläche für die Nachsaat vorbereitet. Zuerst muss der Boden „geöffnet“ werden. Dafür fräst die DZC 600 10 bis 15 Millimeter tiefe Rillen in den Untergrund. So wird das Saatbett für die Grassamen angelegt. Der Bodenaushub wird dabei nach hinten gefördert und bedeckt das frisch ausgebrachte Saatgut, damit die Rillen nicht gleich wieder zugedeckt werden. Das Saatgut wird mit einem Samenverteilsystem in die Rillen eingebracht.

Sonstige Gartengeräte Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine im Test, Bild 2Sonstige Gartengeräte Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine im Test, Bild 3Sonstige Gartengeräte Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine im Test, Bild 4Sonstige Gartengeräte Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine im Test, Bild 5Sonstige Gartengeräte Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine im Test, Bild 6
Eine nachlaufende gummierte Rolle drückt den Samen im Boden an, damit ein guter Kontakt zwischen Boden und Saatgut entsteht. Anschließend legt die Maschine das nach hinten geförderte Erdreich wieder über das Saatgut.


Ausstattung

Angetrieben wird die Nachsaatmaschine DZC 600 von einem Subaru-Motor mit einer Leistung von 9 PS (6,6 kW). Der Motor treibt über Riemen den Vortrieb, die Bodenfräse, das Streusystem und die Fördermechanik an. Die mögliche Fahrgeschwindigkeit beträgt 2,4 km/h. Die Bodenfräse besitzt 57 Messer, mit denen der Boden geöffnet wird. Sie erreichen eine Arbeitstiefe von maximal 15 Millimetern und werden jeweils vor Arbeitsbeginn eingestellt. Das Streusystem, vom Hersteller Helix Seed Duct genannt, füllt die Bodenrillen bis zum Rand mit Saatgut. Dabei leitet es die Samen unter dem Auswurfstrom der Fräse in die Rillen. Die gummierte Antriebswalze ist gleichzeitig auch für das Andrücken des Saatgutes zuständig.

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Test

Die Erstinbetriebnahme verläuft wie bei jedem anderen motorgetriebenen Gerät. Öl und Benzin einfüllen, vorpumpen, Starterseil ggf. mit Choke-Unterstützung ziehen, Motor läut . Bei der Auswahl des Untergrundes sollten die Vorgaben des Herstellers unbedingt beachtet werden (siehe Kasten). Ist der Boden wie oben beschrieben vorbereitet und die Maschine mit Saatgut befüllt, kann die Arbeit losgehen. Zuerst wird die Frästiefe vorn an der Maschine eingestellt. Optimal sind ca. 10 Millimeter. Die Skala bezieht sich auf neue Messer. Da die Messer im Betrieb immer kürzer werden, ist die Skala nur als grobe Orientierung geeignet. Mit ein wenig Erfahrung stellt die Einstellung jedoch keine große Herausforderung dar. Bei der Arbeit befindet sich der Bediener immer hinter der Maschine. Von hier aus werden die Funktionen bedient. Am Führungsholm befinden sich vier Schalthebel. Wenn der Motor läuft, wird zuerst das Messer eingeschaltet, dann der Saatgutbehälter geöffnet, das Messer abgesenkt und dann der Antrieb eingekuppelt. Diese Arbeitsschritte erfordern etwas Übung und Routine. Die DZC 600 fährt geradeaus. Um Kurven zu fahren, wird einfach am Gerät gezogen, beim Wenden wird zuerst der Saatbehälter geschlossen, dann kann die Maschine durch Anheben der Vorderräder gewendet werden. Die Arbeitsergebnisse sprechen für sich. Der Rasen sieht auf den ersten Blick verwüstet aus, denn der Boden wurde aufgerissen und der lockere Auswurf wieder angedrückt. Sobald jedoch das Saatgut Gelegenheit hat zu keimen, ändert sich das gründlich.

Einsatzgebiet der DZC 600

Um Schäden an der Maschine zu vermeiden und ein gutes Ergebnis bei der Arbeit zu erzielen, muss die Fläche bestimmte Voraussetzungen erfüllen:• Die Maschine darf nur auf Zierrasen eingesetzt werden. Unter Zierrasen verstehen wir einen Erdboden, der dicht mit Gras, eventuell mit einem kleinen Anteil an niedrigwachsenden krautigen Pflanzen (wie Moos, Klee, Löwenzahn, Gänseblümchen, …) bewachsen ist und der regelmäßig (1 bis 2 x pro Woche) gemäht wird.• Der Rasen muss gemäht sein und die Halmhöhe darf max. 20 mm betragen.• Eine Wiese ist kein Arbeitsgelände für diese Nachsämaschine.• Der Boden des Zierrasens ist flach und hat keine Unebenheiten, die größer sind als 20 mm.• Der Unterboden enthält vorzugsweise bis zu einer Tiefe von 30 mm keine Steine.• Prüfen Sie, ob keine Fremdkörper auf dem Rasen liegen (Steine, Schnüre, elektrische Kabel, Metalldraht, Äste, …). Diese sind vor dem Einsatz der Maschine zu entfernen.• Der Unterboden des Rasens darf nicht gefroren sein.• Arbeiten auf einem ausgetrockneten Rasenboden ist zwecklos und ist auch zu vermeiden.• Die Bearbeitung eines Geländes, das nach starkem Regen noch nass und sumpfig ist, muss aufgeschoben werden.• Das Gefälle (vorwärts) darf nicht größer sein als 15°.• Beim Nachsäen darf das seitliche Gefälle nicht größer sein als 10°.• Beachten Sie, dass für das Wenden eine Mindestfläche von 4 m2 ( 2 x 2 m) erforderlich ist.• Bevor die neue Saat in die bestehende Rasenfläche eingebracht wird, muss gründlich quer und längs vertikutiert werden und das herausvertikutierte Material abgetragen werden.

Fazit

Diese Maschine ist hervorragend für große Rasenflächen geeignet, die professionell überarbeitet werden sollen. Sie ist leistungsstark, kann große Flächen in kurzer Zeit bearbeiten und spart so Mannstunden. Auf diese Weise rechnet sich die Maschine in kurzer Zeit.

Preis: um 5000 Euro

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Sonstige Gartengeräte

Eliet DZC 600 Nachsaatmaschine

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

11/2018 - Dipl.-Ing. Olaf Thelen

Bewertung 
Funktion: 50%

Bedienung: 30%

Ausstattung: 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Eliet Europe, Otegem (B) 
Preis: um 5.000 Euro 
Hotline: +32 56 77 70 88 
Internet: www.eliet.eu 
Technische Daten
Motor: Subaru EX27 
Leistung: 9 PS (6,6 kW) 
Messertyp: permanent scharfe Messer/ Hardox 
Anzahl der Messer: 57 
Durchmesser Messerwelle: 260 mm 
Arbeitsbreite: 550 
Arbeitstiefe: 10 – 15 mm 
Säabstand: 22 mm 
Samentransport: Helix Seed Duct 
Saatbehältervolumen: 70 l 
Aussaatmenge: 0 – 31 g/m2 
Fahrgeschwindigkeit: 2,4 km/h 
Durchmesser Antriebswalze: 100 mm gummiert 
Abmessungen (L x B x H): 155 cm x 76 cm x 102 cm 
Gewicht: 124 kg 
+ Leistungsfähigkeit, Verarbeitung 
- Hebelreihenfolge beim Start 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: Sehr gut 
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Dipl.-Ing. Olaf Thelen
Autor Dipl.-Ing. Olaf Thelen
Kontakt E-Mail
Datum 16.11.2018, 09:01 Uhr
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Topthema: Pumpenset
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