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Heizlüfter in Werkstatt oder Hobbykeller: Hierauf müssen Sie achten

Ratgeber Heizlüfter in Werkstatt oder Hobbykeller: Hierauf müssen Sie achten - News, Bild 1
07.12.2022 07:39 Uhr von Jochen Wieloch

Auch wenn ein milder Oktober den Start der Heizperiode verzögert hat: Spätestens jetzt stellt sich für viele Verbraucher die Frage, wie sie in den Wintermonaten zu Hause heizen wollen.

Dabei kommen nicht nur Aspekte rund ums Energiesparen zum Tragen – immer mehr Menschen suchen verlässliche Lösungen für den Fall, dass die Gasversorgung nicht mehr gewährleistet oder der volle Heizöltank unerschwinglich sein sollte. Da Wärmepumpen oder Klimaanlagen so kurzfristig keine Rolle mehr spielen, bekommt ein bewährtes Gerät neue Aufmerksamkeit: Der elektrische Heizlüfter, der in einigen Haushalten sowieso noch im Keller steht.

Ob der Einsatz eine gute Idee ist und worauf dabei auf jeden Fall zu achten ist, erklärt TÜV SÜD-Produktexperte Christian Kästl. Ein Heizlüfter, auch Elektroheizer genannt, ist ein elektrisch betriebenes Heizelement, bei dem die durchströmende Luft mithilfe eines Ventilators verteilt wird. Es gibt Geräte, die fest verbaut werden können und beispielsweise in Hotelbadezimmern zum Einsatz kommen. Typisch für den privaten Gebrauch sind aber Standgeräte. Sie sind handlich, können flexibel eingesetzt und an jede Haushaltssteckdose angesteckt werden.

Hier lauern jedoch schon die ersten Risiken, weshalb Christian Kästl dazu rät, unbedingt die Hinweise der Hersteller zur Platzierung der Geräte zu beachten: „Ein auf dem Boden stehender Heizlüfter muss nach allen Seiten Abstand zu Möbeln oder anderen Gegenständen haben – auch nach oben. Wenn durch zu wenig Ansaugluft oder einen versperrten Abluftweg Stauwärme entsteht, kann das Gerät nach kurzer Zeit überhitzen.“

Während herkömmliche Heizkörper meist so eingestellt sind, dass sie eine Temperatur von 70 bis 90 Grad Celsius nicht überschreiten, können sich Heizlüfter auf mehr als 120 Grad aufheizen. Besonders schnell geht dies, wenn das Gerät umkippt. Manche Modelle haben daher einen Kippschutz, der sie automatisch abschaltet, wenn sie nicht mehr flach auf dem Boden stehen. „Wir empfehlen dennoch, nie das Zimmer zu verlassen, wenn ein Heizlüfter in Betrieb ist“, so der TÜV SÜD-Experte.

Weitere Punkte, die bedacht werden sollten:

- Heizlüfter erwärmen sich stark und bringen viel Luft in Bewegung. Das sorgt zwar für eine schnelle Erwärmung des Raumes, verteilt aber auch Staub – nicht nur für Hausstauballergiker ein Problem. Außerdem muss sichergestellt sein, dass durch den Lüfter zum Beispiel kein Papier vom Schreibtisch geblasen wird, das im schlimmsten Fall auf dem Gerät landet und sich entzündet.

- Heizlüfter verbrauchen viel Strom – teilweise mehr als 2.000 Watt pro Stunde. Sie sollten daher nicht mit anderen Energiefressern zusammen an einer Steckdosenleiste betrieben werden. Bei für wenig Verbrauch ausgelegten Sicherungen wie etwa in Ferienwohnungen kann ein Heizlüfter zusammen mit einem Wasserkocher schon zur Abschaltung führen.

- Heizlüfter verfügen normalerweise über keinen Spritzschutz. Um beispielsweise nach dem Duschen ein warmes Badezimmer zu genießen, sind sie daher nur unter strengen Vorsichtsmaßnahmen geeignet.

- Das Heizelement ist nicht durch eine Umhüllung geschützt. Wer seinen alten Heizlüfter aus dem Keller holt, sollte ihn daher auf Staub und andere Fremdkörper überprüfen. Kinder sollten keinesfalls mit dem Gerät allein gelassen werden, da nicht nur die Gefahr der Verbrennung, sondern auch die eines Stromschlags (zum Beispiel bei Berührung des Heizdrahts mit einem spitzen Gegenstand) droht.

Bildquelle: Conny Kurz, TÜV SÜD AG

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Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 07.12.2022, 07:39 Uhr