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Waschtischunterschrank montieren: Wandbefestigung, Siphon und Fugen
*enthält bezahlte WerbungEin Unterschrank unter dem Waschbecken ist montiert, wenn Wand, Abfluß und Abdichtung geregelt sind — an einem Tag. Die Fehler kommen meist an drei Stellen: Befestigung am falschen Untergrund, Siphonanschluß und Fugen. Wir gehen die Arbeitsschritte in dieser Reihenfolge durch und geben Richtwerte aus Herstellerunterlagen.
Die Wand entscheidet über die Befestigung
Vor dem Kauf steht die Frage, woraus die Wand besteht. Ein Waschtischunterschrank aus Holz bringt je nach Breite, Waschtischplatte und Inhalt eine erhebliche Last an die Wand, die dauerhaft und bei jedem Öffnen der Schubladen aufgenommen werden muss.
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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenBei Massivwänden aus Ziegel, Porenbeton oder Beton richtet sich der Dübel nach dem Baustoff. Die passenden Typen nennt der Dübelhersteller. Bei Trockenbauwänden gelten feste Grenzwerte. Laut Knauf dürfen Ständerwände an beliebiger Stelle mit Konsollasten bis 70 kg je Meter Wandlänge belastet werden.
Die Produktinformation zum Knauf Hohlraumdübel nennt weitere Randbedingungen. Jede Befestigung braucht mindestens zwei Dübel, der Abstand zwischen den Dübeln beträgt mindestens 75 mm, die Schranktiefe liegt bei höchstens 60 cm. Für Gipsplatten mit 9,5 mm Dicke sind diese Dübel nicht zugelassen. Der Hohlraumdübel Hartmut trägt je nach Wandsystem und Beplankung bis zu 65 kg. Liegt die Last darüber, bietet sich eine Verstärkung der Wand an, etwa mit Traversen. Bei Zweifeln hilft ein Trockenbauer.
Auch die Beplankung zählt. Für doppelt beplankte Wände mit 2 x 12,5 mm nennt Knauf bis zu 60 kg je Hohlraumdübel. Bei einer einzelnen 12,5-mm-Platte sind es für leichte Gegenstände nur 13 kg je Schraube. Der Unterschied erklärt, warum derselbe Schrank an einer Wand hält und an der nächsten nicht.
Siphon und Abfluss sauber anschließen
Waschtischsiphons haben meist die Nennweite DN 32 und ein Anschlussgewinde von 1 1/4 Zoll. Vor der Montage sollten Schrankrückwand und Schrankboden auf passende Aussparungen für Siphon und Zuleitungen geprüft werden. Nachträgliches Sägen im eingebauten Schrank ist mühsam.
Die Reihenfolge ist üblicherweise: erst Waschbecken, dann Siphon, dann Wasserzufuhr. Die Siphonrohre müssen vorher exakt gekürzt werden, weil sich der Siphon danach ausrichtet. Im Wandabflussrohr sitzt ein breiter Gummidichtring, zwischen Ablaufunterteil und Siphon ein kleiner Dichtring. Die Höhe des Wandanschlusses wird über das Tauchrohr eingestellt.
Wo wenig Platz bleibt, kommen Raumsparsiphons infrage. Der Viega Raumsparsiphon ist höhenverstellbar und enthält ein Übergangsstück für DN 40.
Nach dem Anschluss folgt eine Dichtheitsprobe. Wasser laufen lassen und alle Verschraubungen mit einem trockenen Tuch abfahren zeigt undichte Stellen sofort.
Fugen und Raumklima schützen das Holz
Holz quillt bei dauerhafter Nässe. Die Anschlussfuge zwischen Waschtisch und Wand wird deshalb mit Sanitärsilikon geschlossen. Ein Beispiel ist das Sanitär-Silicon von Knauf, das nach DIN EN 15651-3 als Typ XS1 eingestuft ist. Sanitärsilikon enthält Stoffe, die den Befall mit Schimmelsporen eine Zeit lang verhindern. Wasser sollte erst auf die Fuge treffen, wenn sie vollständig durchgehärtet ist.
Das Raumklima gehört zur Pflege des Möbels. Das Umweltbundesamt nennt als Richtwert, dass die relative Luftfeuchte dauerhaft nicht über 65 bis 70 Prozent liegen sollte. Zeigt ein Hygrometer direkt an der Wand mehr als 80 Prozent, hilft mehrmals täglich kurzes Stoßlüften. Ein Leitfaden zur Schimmelvermeidung rät, nach dem Duschen Wasser von Wänden und Boden zu entfernen, damit es nicht über die Lüftung abgeführt werden muss.
Checkliste vor dem ersten Bohrloch
Zuerst den Wandaufbau klären, am besten mit Bauunterlagen oder einer Probebohrung. Danach Traglast und Dübelangaben von Möbel- und Dübelhersteller vergleichen. Dann Siphonmaße und Aussparungen am Schrank prüfen und Dichtungen bereitlegen. Bei unklarer Statik der Wand lohnt vor der Montage ein Anruf beim Fachbetrieb.




