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Metall selbst bearbeiten: Sogelingen Schweißprojekte in dereigenen Werkstatt

*enthält bezahlte Werbung
04.09.2026 19:42 Uhr von Robert Glückshöfer

Wenn Sie eine gut ausgestattete Werkstatt besitzen, können Sie viele Projekte selbstumsetzen, vom Regal aus Stahl bis zur Reparatur alter Metallmöbel. Beim Schweißen istaber nicht nur das Gerät entscheidend fürs Ergebnis, sondern auch das verwendeteVerfahren. Die Werkstoffe, die Vorbereitung und das genutzte Gas müssen passen

Das passende Schutzgas gehört zur Projektplanung

Beim Schutzgasschweißen verhindert das Gas, dass das erhitzte Metall unkontrolliert mit derUmgebungsluft reagiert. Welches Gas geeignet ist, hängt unter anderem vomSchweißverfahren und dem bearbeiteten Werkstoff ab. Einen Überblick überunterschiedliche technische Gase und ihre Einsatzmöglichkeiten finden Sie auf der AirLiquide-Website.

Gerade vor einem neuen Projekt lohnt sich deshalb etwas Planung. WIG-Schweißen wirdbeispielsweise häufig für Edelstahl, Aluminium oder Kupfer eingesetzt. Als Schutzgasekommen dabei unter anderem Argon und Helium infrage. Beim MAG-Schweißen werdenhingegen aktive Gasgemische verwendet.Einfach irgendeine vorhandene Gasflasche anzuschließen, ist daher keine gute Idee.

Informieren Sie sich vorab, welche Kombination für Material und Verfahren vorgesehen ist.

Saubere Vorbereitung spart später Arbeit

Um später eine gute Schweißnaht zu erstellen, beginnt die Vorbereitung vor dem erstenLichtbogen. Rost, Farbe, Fett und andere Verschmutzungen können das Ergebnisbeeinträchtigen. Reinigen Sie die betreffenden Flächen deshalb gründlich und entfernen SieBeschichtungen im Bereich der geplanten Naht. Positiv wirkt sich außerdem ein genauerZuschnitt aus, denn wenn die Werkstücke schlecht zusammenpassen, erschweren Sie sichdas Schweißen unnötig. Fixieren Sie die Bauteile vor Arbeitsbeginn und prüfen Sie Maßeund Winkel dann noch einmal.Bei größeren Konstruktionen können Sie durch zunächst gesetzte Schweißpunkteverhindern, dass einzelne Teile während der Arbeit nicht noch weiter verrutschen.

Sicherheit ist beim Schweißen wichtig

Funken und heißes Metall sind offensichtliche Gefahren, weniger sichtbar sind die beimSchweißen entstehenden Rauche und Gase. Arbeiten Sie deshalb nicht einfach in einergeschlossenen Garage oder einem kleinen Kellerraum ohne geeignete Lüftung. DieBundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin weist beim Schutzgasschweißen unteranderem auf technische Schutzmaßnahmen wie eine Absaugung direkt an derEntstehungsstelle hin.Zur persönlichen Ausstattung gehören außerdem geeigneter Augen- und Gesichtsschutz, Schutzhandschuhe und schwer entflammbare Kleidung. Brennbare Materialien haben imunmittelbaren Arbeitsbereich nichts verloren.

Schweißen Sie nur dann, wenn Sie sich körperlich gesund fühlen. Bei Schwindel undanderen Beschwerden ist die Arbeit mit dem Schweißgerät nicht für Sie geeignet. Bitten Sieim Zweifel einen Kollegen um Hilfe.Erst üben, dann das eigentliche Werkstück schweißenSelbst mit dem richtigen Gas und einem guten Schweißgerät entsteht eine saubere Nahtnicht automatisch. Materialstärke, Stromstärke, Gasmenge und die Führung des Brennersbeeinflussen das Ergebnis. Nutzen Sie deshalb Reststücke des gleichen Materials für einigeProbeschweißungen. So können Sie Einstellungen verändern und anschließendkontrollieren, wie sich die Naht entwickelt. Gerade bei sichtbaren Konstruktionen erspartIhnen dieser kleine Umweg später viel Nacharbeit.Im Alltag holen Sie sich so Erfahrung rein, die Sie in der Theorie nicht machen können. Sielernen am besten durch die Praxis.Wer noch nie geschweißt hat, sollte sich die Grundlagen fachkundig zeigen lassen. Danachkönnen Sie mit einfachen Projekten beginnen und Ihre Fähigkeiten Schritt für Schritterweitern. Aus ein paar Metallprofilen wird dann mit zunehmender Erfahrung vielleichttatsächlich das erste selbst gebaute Werkstattregal.

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Autor Robert Glückshöfer
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Datum 04.09.2026, 19:42 Uhr