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Kategorie: Feuermelder

Vergleichstest: Ruhiger Schlaf


Sechs Rauchmelder im Vergleich

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Dass Feuer heiß und brandgefährlich ist, weiß jedes Kind. Dass bei einem Brand die meisten Opfer nicht durch die Flammen, sondern durch Rauchvergiftung zu Tode kommen, ist weniger bekannt. Giftiger Rauch kann schon bei kleinen Schwelbränden entstehen. Die beste Absicherung gegen üble Folgen ist das frühe Erkennen der Gefahrenquelle.

Im Schlaf von Brandgeruch wach zu werden ist sehr ungewiss und äußerst unzuverlässig. Im Gegensatz zur Nase ist das Gehör allerdings immer aufnahmefähig. Darauf sind Rauchmelder ausgerichtet und warnen mit einem durchdringenden Signalton (mindestens 85 dB), sobald der Sensor auf Rauchspuren reagiert.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?



Die heute gängigen Brandmelder sind optische bzw. photoelektrische Rauchmelder. Diese arbeiten nach dem Streulichtverfahren. Klare Luft reflektiert praktisch kein Licht. Dringen jedoch Rauchpartikel in die optische Kammer des Rauchmelders, wird ein infraroter Prüfstrahl von den Partikeln reflektiert und somit gestreut. Nur dieses Streulicht kann einen lichtempf ndlichen Sensor im Gerät erreichen und der Rauchmelder reagiert. Ohne (Rauch-)Partikel in der Luft kann der Prüf-Lichtstrahl die Fotodiode nicht erreichen. Optische Rauchmelder werdenvorwiegend kaltem Rauch bei Brandausbruch (Schwelbrand) zu rechnen ist. Gespeist wird die Lichtquelle in den herkömmlichen Meldern von 9-Volt-Alkaline-Blockbatterien. Diese müssen nach einem oder bis zu drei Jahren ausgetauscht werden. Nach 10 Jahren ist das ganze Gerät auszuwechseln (Verordnung). Inzwischen setzen sich immer mehr wartungsfreie Melder durch, deren Batterie (3-Volt-Lithium) fest eingebaut ist und ein Melderleben lang hält.

Der richtige Einsatz von Rauchmeldern



Die optimalen Anbringungspunkte ergeben sich aus den unterschiedlichen Raumnutzungen mit ihren spezifischen Gefahren. Die wichtigsten Räume sind Schlaf- und Kinderzimmer sowie deren Zugänge. Fast so wichtig sind Wohnräume. Die häufigsten Brandursachen sind Kerzen und Unterhaltungsgeräte. In großen Räumen und langen Fluren sollten mehr als ein Melder eingesetzt werden. In Küchen und Bädern ist der Einsatz nicht sinnvoll, da hier eine erhöhte Möglichkeit besteht, Fehlalarme auszulösen.

Richtiges Anbringen ist das Wichtigste



Die meisten Bedienungsanleitungen sind sparsam mit den entsprechenden Hinweisen. Nur der gut platzierte Rauchmelder kann seine Aufgabe erfüllen. Da sich warmer Rauch unter der Decke sammelt, gehören Rauchmelder unmittelbar an die Decke und nicht auf herunterragende Balken oder gar tiefer unten an Möbel oder Wände. In der Nähe von Fenstern, Lüftungsgittern und dergleichen, wo Rauch abgesaugt oder weggeblasen werden kann, haben sie ebenfalls nichts zu suchen. Wichtig zu wissen ist auch, dass sich vor dem meist langsam aufsteigenden Rauch an Zimmerdecken und Kanten ebenso wie unter Dachfirsten ein Luftpolster bilden kann, in das kein Rauch eindringt. Deshalb ist ein Abstand von ca. 50 cm zu den Raumecken oder Firstspitzen und ca. 20 – 30 cm zu Wänden erforderlich. Bei nur einem Melder im Raum ist die Deckenmitte meist der günstigste Platz, auch wenn der Rauch von den Wänden hierhin inter Umständen einige Sekunden länger braucht. Wer kann schon genau vorhersagen, an welcher Wand ein Brand ausbrechen wird? Bei sehr großen Räumen über 60 m² oder langen Fluren sollte wenigstens alle 7 – 8 Meter ein Melder angebracht werden, denn der Rauch breitet sich an der Decke unter Umständen nur langsam aus.

Kontrolle ist besser und notwendig



Obwohl die Melder im Prinzip wartungsfrei sind, sollten sie durch einen Test mindestens einmal jährlich gemäß der regional gültigen Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder (DIN 14676) überprüft werden. Bei dem Test sollte die Rauchkammerfunktion, die Elektronik und die Spannung der Batterie überprüft werden. Einige der Testgeräte führen automatische Selbsttests durch. Auch durch Tastendruck können Tests durchgeführt werden. Komfortable Melder geben dabei mit stark reduzierter Lautstärke Signale ab.

Sinnvolle Sicherheitsvorkehrungen

Auch dies ist ein Kapitel, dem sich die Betriebsanleitungen kaum widmen. Die folgenden Punkte können vorbeugend sehr hilfreich sein:

Erstellen Sie einen Fluchtplan und erklären Sie Ihren Mitbewohnern, wie sie sich im Brandfall zu verhalten haben.
Installieren Sie an den strategisch wichtigen Stellen regelmäßig gewartete Feuerlöscher und erklären Sie den sicheren Umgang damit.
Bestimmen Sie einen Treffpunkt außerhalb des Hauses, an dem Sie sich im Brandfall treffen können.
Machen Sie alle Mitbewohner mit dem Klang des Rauchmelderalarms vertraut und üben Sie das Verlassen des Hauses.
Beziehen Sie auch Kinder in diese Übungen ein, damit sie im Notfall selbstständig in der Lage sind, die richtigen Schritte zu unternehmen.

Gerd Seibring
Autor Gerd Seibring
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Datum 20.12.2012, 13:48 Uhr
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